Neuartiges Format für Weiterbildung und Wissenstransfer erfolgreich absolviert

Das Projekt „PETA – Personal geht neue Wege“ hat mit der Teilnehmerin Anja Krause einen erfolgreichen Durchlauf des neuartigen Weiterbildungsformats „Transfer über Köpfe“ absolviert. Das Format zielt darauf ab, den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Praxis zu stärken.

Anja ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Merseburg. Über mehrere Wochen hinweg warf sie insgesamt acht Mal einen Blick hinter die Kulissen der Magdeburger Museen. Sie beobachtete, verglich, diskutierte und lernte. Wie konzipiere ich meine Ausstellung so, dass die Besucher*innen auch wirklich etwas mitnehmen? Auf welche Art vermittle ich komplexe Wissensinhalte, um meine Zielgruppe optimal anzusprechen?

Diese Fragen stellte sich die studierte Medienpädagogin gemeinsam mit ihrer Kollegin, einer Historikerin, bei der Bearbeitung ihres gemeinsamen Projektes „Erlebniswelt Chemie“ an der Hochschule Merseburg. Zur Umsetzung fehlte es an Erfahrung im medienpädagogischen Bereich. Auf der Suche nach einer Lösung stieß Anja auf das Projekt „PETA – Personal geht neue Wege“.

PETA entwickelte das Wissenstransfer- und Weiterbildungsformat „Transfer über Köpfe“, das Mitarbeiter*innen der Hochschule Merseburg die Chance bietet, ein selbst gewähltes Thema bei und mit einem externen Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft oder Gesellschaft zu bearbeiten. Die Themen sind dabei so individuell wie ein jeder Job. Sie umfassen beispielsweise Formen der Zusammenarbeit, Prozessoptimierung, Umsetzung digitaler Strukturen und ermöglichen einen Blick darauf, wie relevante Problemstellungen in anderen Unternehmensformen umgesetzt werden. Andere Unternehmensformen können dabei z.B. KMUs sein, Behörden, Startups, soziale oder Bildungseinrichtungen. Die Art der Organisation ist frei wählbar, so lange diese sich in Sachsen-Anhalt befindet und einem „Transfer über Köpfe“ ihrerseits zustimmt. 

Anja wollte von der langjährigen Erfahrung eines etablierten Hauses profitieren und entschied sich für das Kulturhistorische Museum Magdeburg. Dabei erhielt sie Einblicke in eine praktikable Museumspädagogik und Wissensvermittlung – Erfahrungen, die sie gewinnbringend in ihr eigenes Projekt „Erlebniswelt Chemie“ einfließen lassen kann. Mit der Museumspädagogin Juliane Lippok hatte sie ab dem ersten Tag ihres Transfers eine feste Ansprechpartnerin. Gemeinsam besprachen sie inhaltliche Sachverhalte und tauschten Fachwissen und Ideen aus. Durch die regen Diskussionen profitierte nicht nur Anja von dem „Transfer über Köpfe“. Die Medienpädagogin gab dem Museum wertvolle Tipps zum Umgang mit den sozialen Medien und war durch ihren wissenschaftlichen Hintergrund eine willkommene Diskussionspartnerin in Bezug auf Konzepte und deren Umsetzung durch den Praxispartner.

Vor allem auf konzeptioneller und didaktischer Ebene konnte Anja viel dazulernen. Ihr Fazit: „Ich bin sehr froh darüber, an diesem Austauschprogramm teilgenommen zu haben. Es hat mich unglaublich in meiner Arbeit bestärkt und gefestigt. Und es hat mir sehr viel Inspiration mitgegeben. Ich habe jetzt das Gefühl, mein eigenes Projekt erfolgreicher und nachhaltiger abschließen zu können.“

Ein „Transfer über Köpfe“ kann – ausgenommen den Professor*innen – von allen Mitarbeiter*innen der Hochschule Merseburg durchgeführt werden. Das Projekt „PETA – Personal geht neue Wege“ klärt Ablauf, Inhalt, Formalien, persönliche Lernziele und ist beim Finden des Wunschpartners behilflich. Mehr Informationen gibt es auf der Website von „PETA – Personal geht neue Wege“.