Ein Dach für alle Dienste – Interview mit Joachim Schäfer zum neuen HoMe-Portal

1501_Yosh_Schäfer Joachim Schäfer ist Mitarbeiter im Rechenzentrum und für die Umsetzung des Projektes HoMe-Portal zuständig. HoMe-Portal?  Wir fragen mal nach.

››Was ist das neue HoMe-Portal und wozu braucht die Hochschule das?
‹‹Bisher gab es kein einheitliches System für Stundenpläne,  Kursverwaltung, Stundenplanung, Raumplanung usw. Jeder muss sich die nötigen Infos aus verschiedenen Quellen zusammensammeln. Einiges aus ILIAS, anderes wird per Mail versandt, auch Google Docs wird verwendet und manches  holt man sich ausgedruckt im Sekretariat ab. Wir haben nun ein einziges System, wo all das gebündelt werden kann. Bestehende  IT-Dienstleitungen wie HIS, ILIAS und das Medienportal werden dort integriert – das HoMe-Portal ist sozusagen die Dachlösung  für alle Dienste.

hhhh

››Wer kann das HoMe-Portal nutzen?
‹‹Alle Hochschulangehörigen. Die Studierenden  bekommen ihre Stundenpläne darüber, es gibt sogar eine Schnittstelle zum  Handy, sodass man seine Veranstaltungen mit dem Smartphone verwalten kann. Studierende, die von anderen Hochschulen kommen, werden die Grundzüge von  Stud.IP wiedererkennen und sich schnell zu Hause fühlen. Die   Lehrkräfte bekommen ihren aktuellen persönlichen Stundenplan digital, den es bisher nur gedruckt gab. Der kann natürlich auch weiterhin ausgedruckt werden, wenn jemand doch lieber Papier in der Hand halten möchte. Es gibt eine neue elektronische Modulverwaltung, in der die Lehrenden ihre Modulbeschreibungen und auch andere  Aktivitäten zur Organisation der Lehre pflegen können, wie z. B. die Kommunikation mit den Kursteilnehmern / -innen, das Einstellen von Vorlesungsskripten, Arbeitsmaterialien, Präsentationen usw. können über das HoMe-Portal laufen – d. h. ein Zugang für alles um das Thema Lehre.

››Seit wann arbeiten Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen am HoMe-Portal?
‹‹Wir erhielten von der Prorektorin für Studium und Lehre den Auftrag, ein neues System für die Stundenplanung und die Modulverwaltung aufzubauen. Die Idee für ein Portal entstand  schon im September 2013. In einem Gemeinschaftsprojekt  von MLU, Burg und Hochschule Merseburg haben wir uns Gedanken zur Prozessoptimierung gemacht und festgestellt, dass eine   Open-Source-Plattform das Richtige ist. Die hauptsächliche Arbeit haben wir allerdings im letzten Jahr gemacht. Das HoMe- Portal basiert auf dem System Stud.IP, das an rund 80  Hochschulen verwendet wird. Es wurde Ende der 90er von Studierenden der Universität Göttingen entwickelt. Wir haben es für unsere Zwecke ein wenig angepasst. An der MLU ist etwas  ähnliches seit 2005 im Einsatz. Da ich auch einen Lehrauftrag in Halle habe, konnte ich mir bei den Kollegen / -innen auch immer wieder technisches Know-How und Erfahrungen  holen.

››Ist das nun das Ende für HIS, ILIAS & Co.?
‹‹Nein, diese Dinge laufen im Hintergrund weiter, nur der Zugang ist nun einfacher. Ich muss mich z. B. nur einmal anmelden und habe Zugriff  auf alles Bisherige und  etliche neue Funktionen. 

››Neue Funktionen?
‹‹Na zum Beispiel einen Instant Messenger, außerdem ein schwarzes Brett für Stellenangebote, Mitfahrgelegenheiten und ähnliches oder auch ganz wichtig: der Mensaplan. ››Wenn ich nun kein Computer-Freak bin – wie werde ich mit dem System zurechtkommen? ‹‹Unser Projektteam hat sich gemeinsam mit dem SCL und dem Team des Projektes HET-LSA einiges ausgedacht: Ab dem Sommersemester kann sich jeder im HoMe- Portal umschauen, es ausprobieren, Ausfallstunden oder  Raumverlegungen dort eingeben. Wir bieten in der ersten Juniwoche etliche Workshops an, in denen wir die Funktionen erklären. Es gibt Anleitungsvideos und Leitfäden zur Benutzung. Die  HoMe-Akademie bietet eine Lunch Lecture zum Kennenlernen an. Und natürlich kann sich jeder an uns wenden. Nicht nur, um sich Rat zu holen, wir sind auch für Kritik und Hinweise  dankbar, die wir in der Testphase bis zum Wintersemester noch umsetzen können.

››Haben Sie noch einen Tipp für die künftigen HoMe-Portal-Nutzerinnen und -Nutzer?
‹‹Einfach auf die  Hochschulwebsite gehen,  HoMe-Portal anklicken, einloggen, umschauen. Dann etwas Einfaches probieren. Zum Beispiel ein Skript veröffentlichen und Omas alte Kommode im Schwarzen  Brett anbieten.

Kurz und gut – 5 Fragen, 5 Antworten

››Was soll denn das auf dem Logo bloß sein?
‹‹Das Logo zeigt das stilisierte, perspektivisch verzerrte, blaue Portal am Haupteingang zum Innenhof. Die spitze Form ist gut wiederzuerkennen, egal wie winzig das Logo dargestellt wird. Entwickelt wurde es im Team, grafisch umgesetzt hat es Hochschulmitarbeiter Christian Auspurg.

››Wieso brauchen wir denn noch so einen
Dienst?
‹‹Das HoMe-Portal vereinfacht den Zugang zu den bestehenden IT-Angeboten. Es ist das Dach darüber. So stehen mit einer Anmeldung alle Funktionen zur Verfügung.

››Wie melde ich mich dort an?
‹‹Die Anmeldung erfolgt mit den Daten vom RZ-Benutzerausweis, mit denen Sie sich bisher schon z. B. im Login-Bereich der Hochschulwebsite angemeldet haben.

››Die Website der Hochschule sieht aus wie immer, wo ist denn nun das neue HoMe-Portal?
‹‹Auf der Website der Hochschule finden Sie jetzt rechts das blaue HoMe-Portal-Logo. Das bringt Sie mit einem Klick in die neue Welt von „Studium 2.0“.

››Bei mir funktioniert das alles nicht, wer kann mir helfen?
‹‹Ihre Campusdienste helfen weiter: campusdienste@hs-merseburg.de oder Telefon 3333.

Leave a Reply