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Gefühle im Wandel

Warum der Winter uns so auslaugt

Kalt. Dunkel. Trostlos. Das ist der Winter für viele.
Wenn der Winter kommt, fühlen wir uns häufig genauso.

Jeder spürt solche Veränderungen bei Jahreszeitenwechseln. Doch was steckt dahinter?
Es gibt eine Krankheit, die zu dieser Zeit auftreten kann. Man nennt sie Winterdepression oder offiziell SAD – seasonal affective disorder.

Sie ist nicht gleichzusetzen mit einer herkömmlichen Depression, da gibt es Unterschiede.
Hier habe ich einige Symptome für euch:

  • erhöhtes Schlafbedürfnis, das bis zur Schlafsucht (Hypersomnie) führen kann!
  • Heißhunger auf Süßes und Kohlenhydrate
  • Unausgeglichenheit/ Gereiztheit
  • gedrückte Stimmung
  • soziale Isolation

Dazu gibt es hier noch ein Video: Anzeichen einer Winterdepression | Winterdepression überwinden

Viele Symptome sind typisch für die Winterzeit. Sie werden kritisch, sobald sie das alltägliche Leben belasten oder erschweren.
Hier sieht man, was für ernste Auswirkungen die Störung haben kann. Also nicht unterschätzen, weil es „nur“ eine Winterdepression ist!

Gerade mal 1-3% Erwachsene sind davon betroffen, denn es ist eine der seltenen Störungen. Außerdem wird davon nur ein geringer Anteil ernsthaft im Alltag gehemmt.
Frauen sind anfälliger als Männer. Kinder und Jugendliche können auch betroffen sein.

Es gibt auch eine abgemilderte Form, die subsyndromale SAD oder auch Winterblues:
Auch hier ist man missgelaunt und antriebslos, aber nicht richtig „depressiv“. Diese Form der SAD fühlen sicher viele.

Interessant ist, dass diese Krankheit in den nördlichen Breitengraden verbreiteter ist als im Süden.
Das Stichwort lautet: Licht. Licht ist einer der größten Faktoren der Winterdepression.
Weniger Sonnenlicht führt zu Energielosigkeit und schlechter Laune, weil der Körper durch Lichtmangel mehr Melatonin ausschüttet, was uns müde macht. Uns fehlen Vitamine der Sonne.


Hinzu kommt, dass bei Menschen mit SAD Informationen von den Sehzellen bis zum Gehirn gestört weitergegeben werden, was den Lichtmangel verschlimmert.Bei der Melatoninbildung wird Serotonin (sogenanntes Glückshormon) benötigt, was dann weniger im Körper vorhanden ist. Zum Ausgleich bekommt man Heißhunger auf Süßes und Kohlenhydrate.


Die letzte Ursache liefert uns die Biologie. Unser biologischer Rhythmus gerät im Winter durcheinander, weil es früher dunkel und später hell wird. Das verschiebt die Hormonausschüttung.
So entsteht das perfekte Rezept für Demotivation, Niedergeschlagenheit und das Schwänzen der Uni.

Aber keine Sorge! Hier habe ich einige Tipps und Ratschläge, wie man aus dem Winterloch herauskommt:

1. Nimm Vitamine und viel Obst zu dir!
2. VIEL Wasser trinken, macht wach.
3. Wer den Winter hasst: Tu Dinge, die du nur im Winter machen kannst (oder sonst nicht tust), zum Beispiel Schlittschuhlaufen, Glühwein trinken, Wohnung schmücken.
4. Sport machen oder wenigstens den Körper bewegen, am besten an die frische Luft gehen.
5. Wenn es ganz schlimm wird, vielleicht eine Sonnenlampe besorgen (kann man im Internet bestellen).
Pläne und Ziele, Wünsche fürs nächste Jahr aufschreiben, die motivieren und vielleicht schon vorbereitet werden können!
6. So gesund wie möglich ernähren, besonders um die Feiertage rum, damit man sich nicht ausgepowert und träge fühlt.
7. Diese kuschelige Zeit zuhause ausnutzen und einfach chillen, vielleicht einen gemütlichen Filmabend mit Freunden und heißen Getränken machen!
8. Heiße Getränke!

Hoffentlich war dieser Text aufklärend und hilfreich. Vielen Dank fürs Lesen!

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