Lea Hardock

Ein Rückblick auf ein Festival, das geboren wurde, weil ein paar Merseburger Studenten es satt hatten, ihre für die Uni aufwendig prodzuierten Werke dem Zerfall im staubigen Keller zu überlassen. Vier Jahre danach schauen wir zurück auf ein derart liebevoll gestaltetes Wochenende, dass es gar nicht anders möglich ist, als mit einem Lächeln daran zu denken.

Was dahinter steckt, können Besucher nur erahnen. Ein Jahr Planung, Teamarbeit und Kreativität sind notwendig, um ein solches Großprojekt aus dem Boden zu stampfen. Die Kooperation von „Merseburgern“ und Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Kunsthochschule Burg Giebichenstein intensivieren kreatives Ideenreichtum und Erfahrungswerte rund um Programm, Künstlerakquise und Öffentlichkeitsarbeit.

Seit 2016 ist es sogar möglich, sich außerhalb der Vereinsaktivitäten im Rahmen des gleichnamigen Kulturarbeitseminars im 2. Semester Kultur-und Medienpädagogik für das MACH-Festival zu engagieren. Durch das Aufeinandertreffen vieler kreativer Köpfe wurde etwas geschaffen, was man, ob Besucher oder Teilnehmer, nicht so schnell vergessen werden:
Tanz-und Akrobatikvorstellungen, Filmvorführungen, Workshops, Vorträge und Diskussionen bewegen alle Anwesenden auf einem weitläufigen Spannungsfeld zwischen Unterhaltung, Inspiration und neuen Gedankenimpulsen. Der am letzten Tag stattfindende Flohmarkt ließ Secondhandliebhaber auf ihre Kosten kommen. Zudem versorgten Konzerte, theatrale Perfomances und Interaktionsangebote für die Kleinen unter uns die nach Kultur hungernden Herzen der Besuchenden. Verschiedene Bars, eine Diskothek und die interkulturelle Küche & die Chill-Areas sorgten dafür, dass es nichts und Niemandem an etwas fehlte.

Das MACH in Fakten

  • 2014: Idee/Entstehung
  • Grundidee: Künstlerische Werke der Hochschule Merseburg ausstellen
  • 2015: Erstes Festival
  • Location: Hühnermanhatten, Halle
  • 2016: erste Kooperation mit der Martin-Luther Universität und der Kunsthochschule Burg Giebichenstein
  • 2016: MACH wird eingetragener Verein und erreicht 16oo Besucher

Ist das Kunst oder kann das weg? -Interview mit Clara, Mitarbeiterin des MACH-Festivals

 Laura: Du warst dieses Jahr der Head des MACH-Deko-Teams?

Clara: Richtig, das habe ich übernommen und was so anfiel.

Laura: Habt ihr alles umgesetzt, was ihr euch gewünscht habt?

Clara: Könnte man so sagen. Wir hatten dieses Jahr einige finanzielle Kürzungen, daher mussten wir uns gerade bei der Deko einschränken. Ist ja auch das einfachste Feld zum Sparen. Es gab unglaubliche viele kreative Ideen. Gerade bei dem diesjährigen Thema „Illusion“ hätte man sich endlos austoben können, aber letztendlich haben wir uns auf einige Sachen geeinigt, die vor allem billig und damit zum großen Teil gebraucht oder schon für andere Müll sind. Spart Geld und ist etwas netter zur Natur.

Laura: Was habt ihr da zum Beispiel genutzt?

Clara: Na, z.B. haben wir den Keller einer Freundin, die auch mitarbeitet ausgeräumt. Ihre Mutter hatte dort noch so allerlei Kram aus den 80ern  und 90ern. Alte Fahrräder, die wir dann besprüht und aufgehängt haben. Tücher, zum Bespannen oder etwas gruselige Schaufensterpuppen. Außerdem haben wir CDs von verschiedenen Menschen gesammelt und als Lichtreflektoren verwendet. Das Lager des MACH-Festivals bietet inzwischen auch so einige Utensilien, die wiederverwendet werden können, wie Leinwände für die Dekoration der Bootshalle. Nicht zu vergessen die unzähligen Sternburgkästen, aus denen die Tribüne oder das Labyrinth gebaut wurden.

Laura: Hättest du denn nächstes Jahr wieder Lust am Festival teilzunehmen?

Clara: Auf jeden Fall! Eine so große Veranstaltung mit lieben Leuten zu organisieren und dabei auch noch so viel Spaß zu haben, kommt glaub ich nicht so häufig vor.

Für eine abschließende Zusammenfassung aus beiden Persepektiven des Festivals haben wir einen Besucher und einen Helfer ein kleines Video drehen lassen. Was hat gefallen? Was hätte besser laufen können und wie war der Gesamteindruck? Seht selbst:

Meinung eines Gastes
Meinung eines Helfers

Trotz Stress und allerhand Problemen, die in den ungünstigsten Situationen aufkamen, halten auch wir das Festival im Jahr 2018 für äußerst gelungen und freuen uns auf viele weitere Jahre, die noch kommen!

Beitrag von:

Laura Böhl

Clara Schwerin

Lea Hardock

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