Vanessa Trzynka

Die letzte Nacht war lang, die Stimmung war gut, der Alkohol floss in Mengen und am nächsten Tag trägst du die Konsequenzen. Oft stellen wir uns nach einer Partynacht bereits auf Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Erbrechen ein und nehmen diese einfach hin. Jetzt, kurz vor Silvester, freuen sich viele Studierenden auf anstehende Partys und den Alkohol. Damit Ihr gut ins nächste Jahr rutscht und auch den Start in 2019 genießen könnt, befasst sich dieser Beitrag mit Tipps und Tricks, wie ihr einen Kater vermeiden oder loswerden könnt. Und damit einen frohen Rutsch ins neue Jahr!


Vorbeugung

Der beste und einfachste Tipp, um einen Kater zu vermeiden, ist es, den Alkohol komplett auszulassen oder die Mengen zumindest gering zu halten. Nicht bei jeder Party muss man komplett an seine alkoholischen Grenzen kommen.  Da aber wahrscheinlich die Wenigsten von Euch auf den Trinkspaß verzichten wollen, ist eine entsprechende Vorbereitung ratsam. Damit ist nicht gemeint, dass ihr euch zwei Wochen vor dem eigentlichen Event einen genauen Ablaufplan machen müsst.

Behaltet einfach nur diese Kleinigkeiten im Hinterkopf:

1. Nicht auf nüchternen Magen trinken

Ein Ratschlag, den man wahrscheinlich sogar schon von Oma ans Herz gelegt bekommen hat – vor dem Trinken ordentlich reinhauen! Und das gilt nicht nur, damit ihr die leckeren Snacks in Anspruch nehmen könnt, es tut auch eurem Kreislauf gut! Wer auf leeren Magen trinkt, der ist wahrscheinlich schon nach den ersten Gläsern kaum mehr ansprechbar. Denn in diesem Fall gelangt der Alkohol viel schneller ins Blut und der Alkoholspiegel steigt schnell und stark an. Darum ist es ratsam, vor dem Trinken möglichst fettreich zu essen. Im Laufe des Abends könnt ihr ruhig auch vermehrt bei Salzgebäcken, Nüssen und Käse zugreifen, denn auch diese Kleinigkeiten erschweren die Alkohlaufnahme ins Blut.

2. Wassertrinken nicht vergessen

So viel Spaß das Alkohohltrinken auch machen kann, es deckt nicht den Bedarf an Flüssigkeit, den der Mensch braucht. Im Gegenteil – alkoholische Getränke entwässern den Körper! Der Wassermangel ist einer der Gründe, weshalb man am nächsten Morgen mit Kopfschmerzen aufwacht. Wer also zwischendurch ein paar Gläser Wasser trinkt, sorgt dafür, dass sein Blut dünnflüssig bleibt und senkt das Risiko eines Katers.

Wer stilles Wasser nur ungern trinkt, der kann alternativ auch zu Fruchtschorle zurückgreifen.

3. Zuckerhaltigen Alkohol vermeiden

Bowle und Glühwein gehören gerade zum Ende des Jahres zu den beliebtesten Partygetränken. Doch Vorsicht! Denn diese und viele weiteren Getränke enthalten eine Mischung aus Alkohol und Zucker.  Der Zucker hemmt den Abbau des Abbauproduktes Acetaldehyd, welches mitverantwortlich für den Kater ist oder diesen verstärken kann. Deshalb sollte auf zuckerhaltige Getränke während des Alkoholkonsums verzichtet werden.

4. Aufs Rauchen verzichten

Ein guter Tipp, der auch beim Trinken zutrifft. Das Nikotin der Zigaretten ist nicht nur schädlich für euren Körper, sondern auch gefährlich in Kombination mit Alkohol. Denn Nikotin senkt den Alkoholspiegel im Blut, wodurch ihr das Gefühl bekommt, noch mehr trinken zu können – die Konsequenzen tragt ihr am nächsten Morgen.

5.  Keine Schmerztabletten!

Um den Kopfschmerzen möglichst früh entgegen zu wirken, greifen viele oftmals schon vor dem Schlafen zu den Schmerztabletten. Das ist allerdings keine gute Idee. Die Tabletten lösen in den meisten Fällen eine Wechselwirkung mit den alkoholischen im Körper aus. Die Acetylsalicylsäure greift dann die ohnehin bereits durch den Alkohol gereizte Magenschleimhaut noch zusätzlich an.

Vor dem Schlafgehen ist es empfehlenswert, nochmal ein großes Glas Wasser zu trinken, um den Kater vorzubeugen.

Den Kater bekämpfen

Habt ihr euch doch nicht an die Tipps gehalten oder haben sie einfach nicht gewirkt? Kein Problem. Zwar kann man den Kater nicht einfach so verschwinden lassen, doch hier sind für euch ein paar Hinweise, wie ihr die auftretenden Symptome lindern könnt.

  • Viel Wasser hilft, die meisten Beschwerden zu lindern. Vor allem Kopfschmerzen, die durch Wassermangel entstehen, werden dabei abgeschwächt. Der besonders starke Durst, der durch den Kater hervorgerufen wird, wird mit stillem Wasser am besten gestillt. Stilles Wasser ist aber vor allem auf Grund dessen empfehlenswert, weil kohlensäurehaltige Getränke den Magen reizen. Ebenso gut sind Fruchtschorlen geeignet, die den Mineralstoffhaushalt wieder auffüllen können.
  • Deftiges Katerfrühstück lindert einige der Katersymptome. Eine gute Mahlzeit bringt den Kreislauf in Schwung und sorgt dafür, dass es euch besser geht. Wem aber die Übelkeit auf den Magen schlägt, der sollte zunächst auf Nahrung verzichten, da diese in diesem Fall zu Erbrechen führen könnte. Bekommende Getränke wie zum Beispiel Kräutertee wirken beruhigend auf den Magen und sind deshalb empfehlenswert.
  • Frische Luft bekommt dem Körper immer gut und vor allem dann, wenn er den Kater bekämpfen muss. Die Bewegung pumpt mehr Blut durch den Körper, aktiviert den Kreislauf und der Regenerationsprozess wird beschleunigt. Bei Kopfschmerzen sollte an eine Sonnenbrille gedacht werden, da Sonnenschein diese verstärken kann.
  • Pfefferminzöl gilt als Geheimtipp im Kampf gegen die Katerkopfschmerzen. Gebt einfach ein paar Tropfen des Öls auf Kopf und Schläfen und massiert diese sanft ein. Die Wirkung der Tropfen setzt dann in circa 15 Minuten ein. Der Geruch des Pfefferminzöls entspannt die Muskulatur und durchblutet die Kopfhaut, ohne Leber und Magen zu belasten.

Viel Erfolg beim Kampf gegen den Kater und schöne Feiertage!

 

Trotz dass der Alkoholkonsum gerade an Feiertagen mit Freunden und Familie Spaß macht, sollte jeder seine Grenzen kennen. Diese Tipps helfen euch, einen Kater zu verhindern oder loszuwerden, aber am gesündesten lebt ihr, wenn ihr nur so viel konsumiert, dass ihr am nächsten Morgen gar keinen Kater bekommen könnt. Alkohol ist nicht ungefährlich!

Bleibt euch bewusst, dass Alkohl verheerende Folgen mit sich tragen kann.

Achtet vor allem bei euren Mitmenschen und euch selbst auf erste Anzeichen einer Alkoholvergiftung!

 

Bist du der Meinung, ein Bekannter leidet unter Alkoholismus oder brauchst du selbst Hilfe?

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