Theresa Looke

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Frohes neues Jahr 2019!

Sektkorken knallen. Raketen ziehen in den Himmel und erleuchten die Nacht. Menschen liegen einander in den Armen und wünschen sich das Beste. Glücksbringer wechseln den Besitzer.2019 startet und damit Vorsätze für das neue Jahr.

Fast jeder hat es schon getan: sich Vorsätze für das Neujahr vorgenommen. Etwas im Leben verändern. Etwas besser machen. Von mehr Sport bis weniger Alkoholkonsum- die Spanne ist breit gefächert. Doch nach wenigen Tagen bis Wochen bleibt davon oftmals keine Spur und die Vorsätze sind verflogen.

Aber warum ist der Jahreswechsel der beliebteste Zeitpunkt sich zu bessern?

Symbolisch hat der Beginn eines neuen Jahres einen höheren Wert. Das Neujahr ist für eine Vielzahl der Menschen wie ein Neuanfang. Das neue Jahr ist unberührt und  alles steht offen. Die Menschen ziehen Bilanz für das vergangene Jahr. Dabei beleuchten sie ihr Leben im vergangen Jahr noch einmal. Diese Versuche zur Selbstbesserung zu einem gewissen Zeitpunkt haben ihre Wurzeln schon in der Zeit der Antike.

Wie entstehen Vorsätze aus dem psychologischen Blickwinkel?

Vorsätze beziehen sich auf einen konkreten, persönlichen Aspekt mit dem die betroffene Person nicht zufrieden ist. Diese Unzufriedenheit entsteht erst durch eine Reflexion der eigenen Persönlichkeit gemessen am vergangen Jahr. Dabei spielen die eigenen Erwartungen an sich selbst, wie auch die Erwartung von außen eine Rolle. So entsteht eine Bewertung der eigenen Person. Daraus resultiert der Selbstwert, also die Einstellung zu sich selbst. Menschen haben das Bedürfnis nach einem starken Selbstwertgefühl. Es geht also um ein gutes Gefühl. Der Vergleich mit anderen Menschen ist dabei auch von Bedeutung. Die Selbstdarstellung kann auch Grund für Vorsätze sein. Die Zielsetzung erfolgt also auf Grund von eindrucksverbessernden Absichten. Zudem haben Menschen den Wunsch nach Kontrolle. Dabei geht es um das Gefühl, Kontrolle über etwas zu haben und so scheinbar alles zu erreichen. Außerdem sollen Vorsätze einen abergläubischen Hintergrund haben, welcher noch aus früheren Zeiten stammt.

Unsere Kommilitoninnen/en haben sich hierzu eigene Gedanken gemacht:

Vorsätze aus einem anderen Blickwinkel

– Theresa´s Meinung:

Höher, schneller, weiter!

Die Leistungsgesellschaft fordert jeden heraus. Man muss dieses und jenes. Auf diese Weise wird der Beginn des neuen Jahres als Möglichkeit betrachtet den Erfolg zu steigern. Werbungen passen sich ab Dezember an diese Sichtweise an und nutzen den „Wunsch nach mehr“ für sich aus. Im Januar laufen die Werbeangebote auf Hochtouren: Abos für Fitnessstudios, Partnervermittlung,  Mittel gegen das Rauchen oder Schönheitsprodukte sind typische Angebote. Medien beeinflussen die Wahrnehmung und vermitteln, dass jeder Mensch perfekt werden muss. Den perfekten Menschen gibt es aber nicht. Unperfektion ist authentisch. Anstatt der ständigen Zwänge zur Makellosigkeit, ist es besser, zu den eigenen „Fehlern und Falten“ zu stehen. Die positive Einstellung zu sich selbst und seinem Leben ist wichtiger, als unter Druck Dinge zu tun, die lediglich nach außen schöner machen. Nur eines ist ein sinnvoller Vorsatz für das neue Jahr: weniger sollen, mehr wollen. Die Lebenszeit ist begrenzt und kurz. Die Zeit zu genießen und das Leben zu lieben steht an erster Stelle. Voraussetzung dafür ist, dass Frieden mit der eigenen Person herrscht. Neujahrsvorsätze sind das Spiegelbild der Gesellschaft. Leistung und Perfektion sind das Maß der Dinge.

-Jana´s Meinung:

Vorsätze statt Neujahrsvorsätze!

„Vorsätze fürs neue Jahr sind das Eingeständnis, dass wir längst wissen, dass die Schuld für unser Unglück bei uns selbst liegt und nicht bei anderen.“.

Dieses Zitat stammt aus dem Roman „Vatermord und andere Familienvergnügen“. Wer einen Jahreswechsel braucht, stellt den Wecker wohl zehn Mal auf Snooze und wundert sich, warum er zu spät ist. Wenn etwas schlecht läuft, dann ist es besser es sofort zu ändern, als es aufzuschieben (wie die Hausarbeiten). Keine Neujahrsvorsätze, sondern generell Vorsätze im Leben sind zielführend. Wenn dabei die Umsetzung schwer fällt, kann eine Löffelliste weiterhelfen. Dabei beantwortet man für sich die Frage: „Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass deine Zeit auf der Erde begrenzt ist?“. Ihren Namensursprung hat die Löffelliste vom Sprichwort „den Löffel abgeben“. Sehr passend.

Die Technik der Löffelliste kommt ursprünglich aus dem Film „Das Beste kommt zum Schluss“.  Hier der Trailer dazu:

Vorsätze für das  neue Jahr vornehmen oder nicht – das entscheidet jeder für sich selbst. Für 2019 wünschen wir unseren Lesern nur das Beste!

Von Theresa Looke und Jana Reinsberger

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