Elisa Schulz
London

Die Vorlesungszeit ist vorbei und die Prüfungen stehen an, aber trotzdem stellt sich schon die Freude auf die Semesterferien ein. Doch wohin als Student so ganz ohne Geld? LONDON!

-„Waaas? London? Diese überteuerte Stadt von Harrods und Co.?“,„Ja!“, kann ich da bloß antworten, denn London ist mit den richtigen Tipps und Tricks ein Schnäppchen.

Als London-Experte würde ich mich selbst nicht beschreiben, denn trotz zahlloser Aufenthalte habe ich nicht alle Ecken der Stadt gesehen. Trotzdem möchte ich euch hier schon mal einen London Urlaub vorstellen, der auch mit nur einem kleinen Budget funktioniert:

Wie komm ich hin?

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Elisa Schulz

Am einfachsten und billigsten ist Fliegen. Mit Ryanair (London Stansted Airport) von Leipzig ist die Verbindung nur noch bis 29.3. möglich. Ab Berlin Schönefeld gehen mehrfach täglich Flugzeuge. Bei Ryanair geht es mit etwas Glück schon bei 7,99€ los. Aber auch Easy Jet (Berlin Schönefeld – London Luton) bietet günstige Flüge an, die bei ungefähr 14,99€ anfangen.

Von den Flughäfen gibt es kostengünstige Shuttles (ca. 9€ pro Richtung) direkt ins Zentrum Londons. Zum Beispiel von National Express.

Wo kann ich schlafen?

Hostels sind in London sehr stadtnah und günstig.Wenn man etwas Besonderes erleben möchte, kann ich nur auf Airbnb verweisen. Hier findet man auch in London Unterkünfte zu einem guten Preis.

Wie bewege ich mich fort?              

Oyster

Da gibt’s nur ein Wort: Oyster! Die blaue Karte ist der Lebensretterk im Nahverkehr. In vielen Läden oder Bahnhöfen bekommt man sie. Hier bezahlt man £5 Pfand, den man zurück bekommt, wenn man diese am Ende des Urlaub gibt. (da sie aber nicht verfällt, kann man sie auch für den nächsten Urlaub wiederverwenden)

An den Automaten kann man dann Geld drauf laden mit dem man fährt.. Ist man am Tag für über £6 unterwegs, sind die restlichen Fahren kostenlos. Die Oyster-Card funktioniert in Bussen, U-Bahnen, Zügen und sogar für die Themse-Fähren im Raum London (City-of-London). Weitere Infos gibt es hier.

Was gibt es zu sehen?

Grün in der Stadt ist ein Muss:

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Das Primerose Hill:

Ein toller Aussichtspunkt. Hier hat man einen ausgezeichneten Blick auf die Londoner Innenstadt. Auf einem 78 Meter hohen Hügel könnt ihr eure Gedanken schweifen lassen. Es empfiehlt sich von hier aus gleich zum Camden Market zu laufen. Die bunten Häuser sind den Weg allemal wert.

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Hyde Park:

Gilt als einer der größten und bekanntesten innerstädtischen Parks Weltweit. Hier ist immer etwas los und die Bänke sind meistens voll. Im Sommer entspannen sich die Büroangestellten auf den Wiesen, im Winter entsteht hier das „Winter Wonderland“, eine Mischung aus Weihnachtsmarkt und Rummel.

 

Kensington Gardens:

Und wenn man schon dem Hyde Park einen Besuch abstattet, dann sollte man auch gleich die Kensington Gardens aufsuchen, denn sie Grenzen direkt dort an. Der ehemalige Jagtgarten wurde den Bürgern schon vor einer ganzen Weile geöffnet, trotzdem finden sich hier noch allerhand Tierbestände wieder, wie Eichhörnchen und Füchse, aber auch ein Schwarm Sittiche haben dort ihre neue Heimat gefunden.

Der Souvenirladen des Kensington Palace ist eine gute Alternative zu den eigentlichen Räumen. Er versprüht genau so viel königlichen Charme.

St. James Park:

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Der St. James Park zählt zu den königlichen Parks in London. Mitten drin liegt ein See mit zwei Inseln, the Duck Island and the West Island.

Auf der Brücke über dem See kann man eine herrliche Aussicht auf den Buckingham Palace ergattern. Des Weiteren wohnen dort besondere Lieblinge des Königshauses: Die Pelikane der Queen.

Markets, Towns and Streets:

Camden Market:

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Wer Amy Winehouse kennt, kennt mit Sicherheit Camden Town. Auch Benedict Cumberbatch zählt seit geraumer Zeit zu den Berühmtheiten des Stadtteils. Das Szeneviertel beinhaltet ein ganzes Sammelsurium an ausgefallenen Läden, die alle die schönste Fassade haben wollen. Darüber hinaus bietet Camden Town ein alternatives Nachtleben an, für diejenigen, welche doch ein paar Pfund liegen lassen möchten.

Der Camden Market befindet sich in Camden Town. In den alten Hallen des Stable Market – ehemaligen Reitställen, lassen sich Schätze und Kuriositäten ergattern. Streetfoodfans sind hier gut aufgehoben und können schlemmen was das Herz begehrt. (Am Wochenende haben dort alle Geschäfte offen!)

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Borough Market:

Dieser Markt liegt unter der Zugbrücke an der London Bridge und hatte bereits im 13. Jahrhundert seinen Ursprung. Hier wird mit Feinkost gehandelt: Geld braucht man hier trotzdem keins ausgeben, denn man darf überall einmal probieren.

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Covent Garden:

Covent Garden befindet sich im West End, dem wichtigsten Theater- und Unterhaltungsviertel von London. Ein Stadtteil aus kleinen Lädchen, der mehr als nur Modegeschäfte zu bieten hat. Bunt geschmückt mit Blumen ist er vor Allem im Frühjahr empfehlenswert. Aber Achtung: zur Rush Hour sollte man die U-Bahnstation meiden. Sie ist eine der ältesten in der Stadt und hat nicht die nötigen Kapazitäten für die heutige Zeit!

Chinatown:

Schlendern durch Chinatown ist vor Allem abends ein absoluter muss. Versteckt hinter dem Leicaster Square (hinter der M&M`s World) geht’s nach Chinatown. Traditionell und bunt geht’s hier zu.

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Carnaby Street

Die Straße für absolute Musik Fans! Versteckt in den Hintergassen zwischen Oxford-Street und Piccadilly Circus findet sich eine kunterbunte Welt von Beatles, Queen, David Bowie und co. Zwischen kleinen Kunsthandwerkern finden sich auch große Schallplattenläden wieder.

Unbekannte oder bekannte Geheimtipps:

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King`s Cross Gleis 9 ¾:

Zweifelsohne ist dieser Bahnhof seit Harry Potter wohl einer der populärsten weltweit und immer einen Besuch wert. Obwohl der berühmte Bahnsteig eigentlich zwischen den Bahnsteigen Neun und Zehn liegen sollte, wurde zwischen den Steigen 4 und 5 gedreht.

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Skygarden:

Der Skygarden ist mit einer der beliebtesten Ausflugorte in London. Eine Aussichtsplattform auf einem der höchsten Hochhäuser der Stadt, oben angekommen erstreckt sich ein Garten. Wahrlich „Ein Garten im Himmel von London“. Obwohl es komplett kostenlos ist, muss man online Karten reservieren und das geht hier.

 

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Öffnung der Towerbridge:

Es ist ein echtes Spektakel, wenn sich die alte Brücke hebt um ein Schiff durchzulassen. Rechts und links von der Towerbridge hat man die beste Sicht. Was die Wenigsten wissen: https://www.towerbridge.org.uk/de/ kann man nachlesen, wann und für welches Schiff sich die Brücke öffnet. Für die unter euch, die gern eine andere Perspektive einnehmen, empfiehlt sich auch der Blick aus dem Museumsbereich durch den Glasboden über dem Brückenübergang.

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Westminster Abbey und St. Pauls Cathedral bei einem Gottesdienst:

Normalerweise völlig überlaufen und überteuert, kann man die beiden berühmtesten Gotteshäuser Londons auch ganz ohne viel Trubel und einzigartig erleben: bei einem Gottesdienst. Die Zeiten findet man jeweils auf den Seiten der Westminster Abbey und der St. Pauls Cathedral. Man findet sich einfach vor den Kirchen ein und flüstert der Security „I would like to attent the service.“ zu. Dann ist man schon dabei.

Harrods und Selfridge:

Wer auf Luxus und Nobel steht, ist hier zu Hause. Neben Edelmarken wie „Louise Vuitton“ und „Gucci“ findet man erschwingliche Backwaren- und Feinkostabteilung.

Bei Harrods ist schon das Fahrstuhlfahren ein Erlebnis.

Adam Street Nr. 10:

Downing Street Nr. 10 ist nur noch durch Security-Personal zu erahnen, deswegen gibt es eine (noch weitestgehend unbekannte) Alternative: Adam Street Nr. 10 sieht zum Verwechseln ähnlich und ist einen Abstecher wert!

Museen – must see:

Tate Modern:

Wer sich für Moderne Kunst interessiert ist hier genau richtig. Denn das Tate Modern, oder einfach nur „Tate“ genannt, ist eines der größten Museen für moderne Kunst und war ursprünglich ein Kraftwerk. Aus der 10 Etage hat man einen herrlichen, kostenlosen Blick über die Bankside.

British Museum:

Ist eines der bedeutendsten kulturgeschichtlichen Museen der Welt. Neben berühmten Ausstellungsstücken wie dem „Stein von Rosette“ wurde in den ursprünglichen Räumen auch Sherlock Holmes gedreht.

Albert and Victoria Museum:

Gern abgekürzt als V&A. Besitzt die größte Sammlung von Kunstgewerbe und Design.

Natural History Museum:

Wie der Name schon sagt, ist es eines der größten naturhistorischen Museen der Welt. Hier kann man beeindruckende Überreste aus vergangener Zeit bewundern oder hautnah ein Erdbeben miterleben.

National Gallery:

Gilt als eines der größten und bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt.  Sie umfasst sage und schreibe 2300 Gemälde,

vom 13. – 19. Jahrhundert. Eines der wohl meistbesuchten  Museen der Welt!

Science Museum:

Und für die Wissenschaftler unter uns gibt es selbstverständlich auch das Science Museum.

Imperial War Museum:

Dieses gewaltige Kriegsmuseum entstand noch während des ersten Weltkrieges und ist definitiv einen Abstecher wert.

Museum of London:

Das Museum of London dokumentiert die Entwicklung Londons von seinen Anfängen bis heute.

Klassiker aus London:

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Horse Guard Parade Wachablösung:

Zur Wachablösung marschiert eines der Regimenter der Royal Household Division zu Marschmusik zum Buckingham Palace. Für Pferdefans, ein absolutes Muss.

Montag bis samstags um 11 Uhr, sonntags um 10 Uhr. Es dauert allerdings, bis Bewegung hineinkommt. So stehen die Pferde etwa eine Viertelstunde wild schweifschlagend da und warten auf die Wachablösung.

Buckingham Palace Wachablösung:

Eine alte und bekannte Zeremonie in London. Die königliche Zeremonie der Wachablösung beginnt um 11.00 Uhr vor dem Buckingham Palace und endet nach rund 30 Minuten. Von April bis Juli findet die Wachablösung täglich stattvon August bis März jeden zweiten Tag (Mo,Mi,Fr,So).

Wer einen guten Platz direkt am Tor ergattern will, sollte mindestens 60 Minuten eher da sein.

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Schlüsselzeremonie am Tower:

Geschichte Hautnah! Wenn man den Sagen glauben möchte, hat die Zeremonie ihren Ursprung aus dem Zeitalter der Tudors. So wie wir diesen Akt kennen wird er seit 1914 vollzogen.

Die Ceremony of the Keys findet genau zum Zapfenstreich um Punkt 22 Uhr statt, und zwar jeden Tag. A must have.

BREXIT und nun?

Laut Reisereporter.de wird es erstmal keine Änderungen für Touristen geben. Es wird weder mit einem Visum für europäische Staatsbürger, noch mit einer Einschränkung im Flug-, Fähr- und Zugverkehr gerechnet.

Weitere Infos findet man hier.

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