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Leben auf dem Campus – ein Einblick in die Wohnheime

Du startest dein erstes Semester in einer neuen Stadt. Dein Budget ist begrenzt. Auf Pendeln hast du keine Lust. Was nun?
Die erste Wahl fällt häufig auf die Bewerbung in einem Wohnheim. Auch bei uns in Merseburg sind die Wohnungen und Zimmer in den Wohnheimen sehr gefragt, weil vielen das Pendeln von Halle oder Leipzig einfach zu weit ist. Die Wohnheime der HS Merseburg sind alle auf dem Campus. Durch die vielen Grünanlagen, die Studentenclubs und die nahe gelegenen Einkaufsmöglichkeiten geht man davon aus, dass sich hier eine passende Möglichkeit bietet, Freizeit und Uni zu verbinden und sich so das Lernen zu vereinfachen.
Es gibt insgesamt 4 Wohnheime, die alle ihre Vor- und Nachteile vorweisen.
Einige davon möchten wir euch heute in unserem Artikel vorstellen. Dafür haben wir mehrere Bewohner der Wohnheime 1 und 8 nach ihrer Meinung zu ihrer aktuellen Wohnsituation befragt. Da die Antworten sich teilweise  überschnitten haben, haben wir die Antworten von mehreren Personen zu einer “Person“ zusammengefasst. Von den Wohnheimen 1 und 8 hört man häufig, dass diese sich wie Tag und Nacht unterscheiden sollen. Im Rahmen des trimedialen Projekts, welches neben dem Onlinemagazin noch Campusradio- und Fernsehen einbezieht, sind wir dem Gerücht nachgegangen und möchten euch nun unsere Ergebnisse darlegen.

WOHNHEIM EINS

Im Wohnheim 1 gibt es insgesamt 93 Wohnplätze. Damit ist dieses Wohnheim das zweitkleinste auf unserem Campus. Hier gibt es nur Einzelzimmer mit eigener Küche und eigenem Bad. Die Zimmergröße variiert zwischen 15qm und 23qm . Das Gebäude wurde im Sommer 2018 fertig gestellt und ist dementsprechend auch am modernsten eingerichtet. Unsere Befragten, Bewohner aus dem Wohnheim hatten zu Wohnheim 1 folgende Meinungen:

Hast du dir das Wohnen im Wohnheim so vorgestellt, wie es jetzt letztendlich ist?
“Nicht so ganz. Ich hätte erwartet, dass man mehr Kontakt zu anderen hat und schneller neue Leute kennenlernt. Das ist für mich leider nicht der Fall. Ansonsten ist es hier aber ganz angenehm und ruhig.“

Was sind deine persönlichen Vorteile, die du aus dem Wohnen im Wohnheim ziehst?
“Auf jeden Fall der Weg zur Hochschule. Ich kann in unter 10 Minuten im Hörsaal sein und muss nicht noch ewig mit der Bahn oder dem Bus fahren. Dementsprechend kann man auch einfach länger schlafen. Außerdem sind die Zimmer hier relativ preiswert. Ein Zimmer in Halle oder Leipzig hätte ich mir glaube ich nicht leisten können.“

Wenn du etwas an deinem Wohnheim ändern könntest, was wäre es?
“Mich persönlich stört eigentlich nur die Farbauswahl. Mein Fußboden ist zum Beispiel Orange und mein Bad ist Grün. Ein wenig neutraler hätte mir besser gefallen. Und dass es keinen Ofen gibt. Aber das sind alles Dinge, die auszuhalten sind, wenn man sich vor Augen hält, wie viele Vorteile es trotz allem gibt.“

Wir haben gehört, dass es hier auch einen Gemeinschaftsraum gibt. Nutzt du diesen oder hast du bei deinem Einzug eventuell Informationen darüber bekommen?
“Nein. Im Gemeinschaftsraum war ich noch nie und ich habe ehrlich gesagt auch noch nichts darüber erfahren.“

Nutzt du die Freizeit Angebote auf dem Campus? (Sportangebote, Studentenclubs, usw.)
“Nein, auf dem Campus verbringe ich meine Freizeit so gut wie nie. Wenn ich mal etwas unternehmen möchte, fahre ich nach Leipzig oder Halle.“

Als letzte Frage wüssten wir gerne noch, wie viel du für dein Zimmer bezahlst.
“Ich bezahle für mein Zimmer insgesamt 246€. Im Preis ist das zur Verfügung gestellt Mobiliar inbegriffen.“

WOHNHEIM ACHT

Zum Vergleich haben wir uns als nächstes mit einem Bewohner aus Wohnheim 8 unterhalten. Hier gibt es insgesamt 106 Wohnplätze. Grundsätzlich gibt es in diesem Wohnheim nur 2er und 5er Wohngemeinschaften. Unser Interviewpartner hatte allerdings das Glück, ein Zimmer allein zu bewohnen. Die Zimmer haben eine unterschiedliche Größe zwischen 13qm und 31qm. Die Küche befindet sich meistens außerhalb des eigenen Zimmers.

Hast du dir das Wohnen im Wohnheim so vorgestellt, wie es jetzt letztendlich ist?
“Es gibt zwar große Zimmer, allerdings ist es trotzdem ziemlich beengend. Die Küche ist sehr klein und hat keinen Esstisch. Dafür ist das Bad relativ groß. Die Möblierung ist sehr zweckmäßig. Alles in allem habe ich wohl einfach ein bisschen Pech gehabt mit meinem Zimmer, es gibt deutlich schönere Wohnheim-Zimmer. Ich habe mir schon mehr erhofft.“

Was sind deine persönlichen Vorteile, die du aus dem Wohnen im Wohnheim ziehst?
“Einen großen Vorteil sehe ich darin, dass man sich um solche Sachen wie Strom und Internet nicht kümmern muss. Natürlich ist auch der kurze Weg zur Hochschule ein riesiger Pluspunkt, sowie die daraus hervorgehende Flexibilität. Außerdem war es anfangs auch viel leichter neue Leute kennenzulernen. Man konnte sich schnell mal mit anderen Leuten, die im selben Wohnheim wohnen treffen.“

Wenn du etwas an deinem Wohnheim ändern könntest, was wäre es?
“Auf jeden Fall würde ich etwas an der Zimmergestaltung ändern. Die Böden könnten wohnlicher aussehen. Dann wäre mir persönlich auch lieber eine größere Küche zu haben als ein großes Bad. Die Betten sind meistens schon sehr durchgelegen. Zusammengefasst ist alles einfach schon ein bisschen in die Jahre gekommen und könnte mal wiederaufgefrischt werden. Das Preis-Leistungsverhältnis ist auch etwas fragwürdig. Es gibt größere Wohnungen, die trotzdem den gleichen Preis haben. Scheinbar ist der Preis also nicht abhängig von der Größe des Zimmers. Unser Wohnheim ist im Vergleich zu denen anderen auch verhältnismäßig weit weg vom Schuss. Mich hat es auch ziemlich geärgert, dass ich einem Wohnheim zugeteilt wurde und nicht selbst mitentscheiden konnte. Ich fände es besser, wenn alle die in ein Wohnheim ziehen wollen, die gleichen Bedingungen hätten.“

Nutzt du die Freizeit Angebote auf dem Campus? (Sportangebote, Studentenclubs, usw.)
“Nur selten. Meistens bin ich in meiner Freizeit nicht auf dem Campus.“

Als letzte Frage wüssten wir gerne noch, wie viel du für dein Zimmer bezahlst.
“Ich bezahle im Monat 207€ inklusive Möbilierung.“

Wie man erkennen kann, gibt es erhebliche Unterschiede innerhalb der verschiedenen Wohnheime. Die Studenten wissen vorher nicht, wie der Zustand in ihrem Wohnheim letztendlich sein wird. Die Bilder, die man im Internet von den Zimmern findet, sind logischerweise so ansprechend wie möglich dargestellt. Die eigentlichen Unterschiede, wie sie hier von Studenten beschrieben werden, findet man dort nicht. Ob man nun in das helle und freundlich eingerichtete Wohnheim 1 kommt, oder in das eher trostlose und veraltete Wohnheim 8. Alle Studenten waren sich jedoch einig, dass es bei beiden Möglichkeiten der Verbesserung gibt. Viele wussten nicht so recht, wohin mit ihrer Freizeit.
Neben den bereits erwähnten Sportangeboten gibt es auf unserem Campus auch mehrere Studentenclubs. Mit einem dieser Studentenclubs beschäftigt sich auch der folgende Fernsehbeitrag. Darin geht es um den „Wärmi“, welche für die Studierenden eine ideale Möglichkeit bietet, sich freiwillig zu engagieren. Klickt HIER um euch den Beitrag zum Wärmi anzusehen.

Ob diese Unterschiede schon immer vorhanden waren, behandeln zwei Studenten in dem folgenden Radio Beitrag. Dabei geht es um die Veränderungen des Studentischen Lebens auf dem Campus. Sie haben Mitarbeiter und Dozenten zu ihrer Studienzeit hier in Merseburg befragt, was sich seitdem so verändert hat aus ihrer Sicht und warum. Im Folgenden findet ihr einen kurzen Ausschnitt, der sich mit den Wohnheimen auf dem Campus befasst.

 


Artikel von Lea Rieck und Pauline Eger

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