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Impressionistische Impressionen – die Kunstreise 2017

Auch 2017 unternahmen etwa dreißig  Zweitsemester des Studiengangs Kultur- und Medienpädagogik der HS Merseburg wieder die traditionelle Kunstreise des Seminars „Kunst erleben“. Diesmal führte der Weg Frankreich. Auf den Spuren von Claude Monet und Paul Gauguin begaben sich die Studierenden an diverse Orte in der Normandie und Bretagne. Was sie dort erlebt haben und wie sie die Reise im Nachhinein einschätzen, davon berichten drei der Teilnehmenden:

Warum bist du mit auf die Kunstreise gekommen?

„Ich finde die Kunstreise eine schöne Möglichkeit ein bisschen Abwechslung zur alltäglichen Hochschulroutine zu bekommen und seine Kommiliton*innen für längere Zeit außerhalb des Hörsaals zu sehen. Außerdem kann man sich viel mehr unter dem Impressionismus vorstellen, wenn man an die Orte reist, die damals die Künstler inspiriert haben. Ein schöner Nebeneffekt davon sind natürlich auch die 2.5 Credits!“

„Ich hatte schon durchaus ein gesteigertes Interesse am Thema und wollte nach einiger Zeit auch mal wieder meine Zeichenskills ausprobieren. Aber ich muss gestehen, dass ich mich am meisten tatsächlich darauf gefreut habe, mal etwas weiter wegzufahren und nicht im Seminarraum zu sitzen. Ich finde es ziemlich fantastisch, dass sich die Chance dazu geboten hat und ich wollte sie einfach mitnehmen.“

„Ich habe die Kunstreise als interessante Gelegenheit gesehen, auf eine praktische Art etwas über den Impressionismus und seine Protagonisten zu erfahren und viele ihrer Eindrücke vielleicht selbst nachempfinden zu können.“

Warst du im Vorfeld auf etwas Spezielles gespannt?

„Ich war allgemein auf Frankreich gespannt – tolles Land mit gutem Wein und Käse!“

„Ich war ein bisschen gespannt auf die langen Busreisen, vor denen ich ziemlichen Respekt hatte und die am Ende auch recht ausgiebig waren. Allerdings hat sich das für die Orte, die wir besucht haben, auch mehr als ausgeglichen.“

„Auf den Garten von Claude Monet. Der Ort war zwar wie zu erwarten von Touristen überlaufen, trotzdem war es eindrucksvoll mal DEN Seerosenteich und auch das Haus und einige Werke von Monet zu sehen. Schade nur, dass man im Garten nicht selber kreativ sein durfte…“

Ist dir ein Ort oder ein Ereignis besonders in Erinnerung geblieben?

„Besonders beeindruckt hat mich der Küstenort Etretat. Es war total toll durch die Gasse des Ortes zu laufen und am Ende das türkis-blaue Meer zu sehen. Man hatte die Möglichkeit am Strand zu sitzen oder hoch auf die Felsen zu wandern wo man eine echt schöne Aussicht genießen konnte. Im kleinen Hafenort Honfleur ließ es sich auch schön draußen in der Sonne sitzen und die bunten, schiefen Häuser bewundern.“

„Im Nachhinein hat mich Étretat ziemlich beeindruckt, so als Gesamtpaket und ich würde nicht ausschließen, da irgendwann nochmal hinzufahren. Auch Concarneau war sehr cool, aber vor allem, weil wir dort auch länger waren und man einen umfassenderen Einblick bekam.“

„Das Meer. Das war so schön, in Etretat endlich mal wieder am Strand zu stehen. Aber auch die enzelnen Orte zu sehen, an denen Künstler wie Gaugauin gelebt und gearbeitet haben war spannend. Besonders das Künstlerdorf Pont-Aven war sehr malerisch.“

Was hast du über die Künstler gelernt?

„Einen guten Eindruck hat man über Monets Lebensweise bekommen, da wir sein Haus mit Garten besucht haben. Leider war es da nur viel zu voll! Über den Impressionismus im Allgemein erfuhren wir viel im Museum in Pont-Aven, wo vor allem Gauguin wirkte.“

„Ehrlich gesagt nicht so viel, aber das finde ich gar nicht so schlimm. Der Aufbau der Reise hat mich eher dazu motiviert, selbst Eindrücke zu sammeln und auch eigenes zu schaffen. Zu viel Didaktik hätte da vielleicht eher hinderlich gewirkt. Stattdessen konnte man die Zeit an den jeweiligen Orten dazu nutzen, seine eigenen Prioritäten zu setzen und darauf aufbauend zu arbeiten.“

„Viele Künstler des Impressionismus hat es vor allem wegen der schönen Landschaften und der malerischen kleinen Orte in die Normandie und die Bretagne gezogen. Durchaus nachvollziehbar.“

Was war nicht so toll?

„Dass wir so viel Zeit im Bus verbracht haben war schon teilweise sehr anstrengend. Zwar war es schön, so viele verschiedene Orte in so kurzer Zeit kennen zu lernen, aber durch den dadurch entstandenen Zeitdruck war es oft schwierig, die Orte wirklich auf sich wirken zu lassen.“

„Ich muss leider sagen, dass ich Giverny als ziemlich furchtbar empfunden habe. Es war unglaublich überlaufen und touristisch, was irgendwie den Ort selbst kaputt gemacht hat. Man wurde dort irgendwie nicht von den Gegebenheiten dazu motiviert, selbst zu schaffen.“

„Ja, ich fand es auch manchmal anstrengend, so lange im Bus zu sitzen. Aber irgendwie war das auch Teil der Reise, wir haben ziemlich viel gesehen in einer Woche.“

Hast du neue Kontakte geknüpft?

„Ab und an hat man sich natürlich schon mal mit Leuten unterhalten, mit denen man sonst in der Hochschule nicht so viel zu tun hat, aber die meiste Zeit blieb man dann doch in seinem „Grüppchen“.“

„Verbessert trifft es wahrscheinlich eher. Außerhalb des Hochschul-Kontextes kriegt man die Möglichkeit, auch mal mit anderen Leuten über andere Sachen zu reden als das Studium. Da ist man manchmal schon überrascht.“

„Auf jeden Fall hat man auch mehr mit Leuten gequatscht, die man in den Seminaren vielleicht nicht so oft sieht. Insgesamt war es cool mit den Kommiliton*innen auch außerhalb des normalen Hochschulrahmens mal Zeit zu verbringen.“

Würdest du wieder mitfahren?

„Wenn mich der Ort interessiert, dann ja.“

„Definitiv.“

„Ja, ich denke die Kunstreise ist eine gute Möglichkeit, nicht nur etwas theoretisches über verschiedene Künstler und Stile zu lernen, sondern nachvollziehen zu können, woher sie ihre Inspirationen hatten und was sie besonders beeinflusst hat. Außerdem war es spannend, seine eigenen Eindrücke damit vergleichen zu können.“

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