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Der Hype um NFTs und Digitale Kunst

Mit dem Boom von Kryptowährungen in den letzten Jahren und Monaten sind auch neue Ideen und Verwendungsmöglichkeiten für diese Währungen entstanden. Dabei finden Kryptowährungen und die Technologien dahinter auch Anwendung in Form von NFT (Non Fungible Token). Diese Tokens sind einmalig und nicht austauschbar und finden ihre Anwendung bei virtuellen Gegenständen, zum Beispiel in Videospielen, digitaler Kunst oder für digitale Sammelobjekte. Die Technologie kann dabei aber auch zur Datenspeicherung oder Sicherung wichtiger Dokumente genutzte werden, wird aber momentan von Kunst und digitalen Sammelobjekten dominiert.

Ohne viel technisches Wissen würde eine einfache Erklärung wahrscheinlich wie folgt aussehen. Es gibt digitale Marktplätze, auf denen man verschiedene digitale Güter zum Verkauf anbieten kann. Am Beispiel von Kunst wird den KünstlerInnen auf diesen Märkten die Chance geboten, Bilder in Form von Dateien (jpeg, gif, png, mp4, mp3) an andere Personen weiterzuverkaufen. Diese Bilder werden beim Hochladen auf den Marktplatz mit einem nicht austauschbaren Token versehen und gelangen somit an ihre Einzigartigkeit.


In den letzten Wochen wurden durch den Verkauf dieser digitalen Kunstwerke Rekordsummen erzielt und haben einen riesigen Boom in der Krypto-Community ausgelöst. Schaut man sich zum Beispiel die Sängerin Grimes an, welche mit ihrer digitalen Kollektion in 20 Minuten rund 6 Millionen Dollar Umsatz generiert hat, bekommt man einen Einblick in die Summen, welche von bekannteren KünstlerInnen erzielt werden können.

Als weiteres Beispiel kann der Künstler Beeple mit bürgerlichem Namen Mike Winkelmann genannt werden. Das spannenden an diesem Künstler?

Seit über 13 Jahren veröffentlichte er jeden Tag ein digitales Bild und hat in 13,5 Jahren keinen einzigen Tag ausgelassen. Bei einer Auktion mit dem bekanntesten Auktionshaus Londons erzielte er mit der Auktion seines Kunstwerkes “The First 5000 Days” einer Collage der Bilder aus den letzten 13 Jahren, einen Umsatz von rund 70 Millionen USD. Und ja, auch dieses Kunstwerk wurde nur digital und nicht als physische Variante versteigert. 

Summen wie diese sind natürlich eine große Ausnahme, zeigen aber, dass es mittlerweile auch für lebende KünstlerInnen immer mehr Möglichkeiten gibt, Rekordsummen zu erzielen, wie es die Kunstwerke von verstorbenen Künstlern wie z.B. Picasso, Basquiat, van Gogh oder Monet erzielten.

Abseits von diesen großen Verkäufen bieten NFTs aber auch vielen kleineren KünstlerInnen ein neues Standbein oder eine weitere Alternative, von ihren Bildern, Songs oder anderen künstlerischen Tätigkeiten zu leben.

Beispiel für Crypto Punks

Viele dieser Kunstwerke, Kollektionen und digitalen Sammelkarten stiegen durch den Boom der Kryptowährungen, dass bekannter werden der Künstlerinnen und Künstler oder der Kollektion selbst sogar relativ schnell im Wert. Ein Beispiel hierfür sind die Crypto Punks, welche zu ihrem Launch im Jahr 2017 für wenige Euro verkauft wurden und mittlerweile für Preise von bis zu mehreren Millionen weiterverkauft werden.

Es gibt aber auch viele Argumente, die gegen die Nutzung dieser neuen Form des Handels sprechen. Zum einen gibt es aufgrund der Neuheit des Marktes viele Copyright-Verstöße. Zum anderen wird oftmals der Aspekt genannt, dass man die digitalen Kunstwerke auch einfach screenshotten kann und sie somit ebenfalls besitzen würde. Diesen Punkt kann man aber relativ einfach widerlegen, da beispielsweise auch jeder das Gemälde der Mona Lisa fotografieren kann, jedoch trotzdem nicht der Eigentümer des Werkes ist. Zudem ist der Markt abhängig von der Kryptowährung und bei einem Crash könnte ebenfalls der NFT-Markt abstürzen.

Es bleibt definitiv abzuwarten, wie sich dieser Markt und der Hype rund um digitale Kunst und NFTs in den nächsten Monaten und Jahren entwickelt. Erst dann kann man weitere positive und negative Aspekte feststellen. Vorerst kann man aber sagen, dass es KünstlerInnen mit einer gewissen Reichweite eine gute Alternative bieten kann Kunst zu verkaufen.

Wer sich näher mit Thema beschäftigen möchte, kann sich gerne Rarible und Foundation anschauen. Das sind zwei der bekanntesten Märkte, auf denen verschiedene Kunstwerke angeboten werden.

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