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9 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Unialltag

Nachhaltigkeit ist heutzutage ein immer wieder aufkommendes Thema in unserem alltäglichen Leben. Wenn man von Nachhaltigkeit spricht, denken die meisten an teure Bioprodukte oder Ökostrom, doch als Student hat man meist nicht die finanziellen Mittel, sich ausgewählte Bioprodukte oder organische Kleidung zu kaufen. Doch auch im ganz normalen Unialltag gibt es einige Dinge, auf die wir Studenten achten oder die wir ändern können, um unser Studentenleben nachhaltiger zu gestalten und somit zum Klimaschutz beizutragen.

  1. Vegan/Vegetarisch leben oder bewusster Fleischkonsum

70% der weltweiten Äcker und Weiden werden für den Anbau von Tierfutter genutzt. In Südamerika, vor allem im Amazonas werden jährlich riesige Flächen Regenwald gerodet, um mehr Weideflächen für die Tiere und mehr Anbaufläche für ihr Futter zu schaffen. Die Verluste dieser riesigen Ökosysteme haben gewaltige Auswirkungen auf den Treibhauseffekt und somit auf den Klimawandel. Außerdem werden riesige Mengen Wasser verbraucht und durch Düngemittel, Pestizide und Antibiotika verschmutzt. Für die Produktion eine Kilogramm Fleisches werden 13 000 Liter Wasser benötigt, für die gleiche Menge Mais gerade mal 500 Liter.

Deshalb ist es wichtig, dass wir alle mehr Bewusstsein für unseren Fleischkonsum entwickeln. Komplett darauf zu verzichten oder sogar auf vegane Ernährung umzusteigen, ist somit natürlich am umweltfreundlichsten, aber das ist nun mal nicht für jeden eine passende Option. Seinen Fleischkonsum jedoch zu reduzieren und darauf zu achten, woher das Fleisch kommt und unter welchen Umständen es produziert wurde, ist aber schon ein großer Schritt in die richtige Richtung. Der Kauf bei lokalen Metzgern zum Beispiel oder von Regionalem- und Biofleisch. Oder einfach mal die vegetarischen Gerichte in der Mensa zu probieren!

  1. Nachhaltig shoppen

Wenn du nachhaltig einkaufen möchtest und damit Ressourcen sparen und die Umwelt schützen möchtest, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die erste und wohl bekannteste sind Second Hand Läden und Flohmärkte. Dort findest du gut erhaltene, manchmal auch einzigartige Stücke zu weitaus günstigeren Preisen.

Secondhand Shops in Halle:

„Mary Poppins Second Hand Boutique“ in der Goethestr. 26

Secondhand Shops in Leipzig:

  • „Oxfam“ in der Hainstr. 11
  • „Garderobe“ in der Merseburgerstr. 31
  • „Blue Velvet Second Hand“ in der Zschochersche Str/Weißenfelser Straße 22
  • „Hilde tanzt“ in der Georg-Schwarz-Straße 20
  • Humana Seconhand Filialen.

An unserer Uni in Merseburg gibt es ab und zu den Kleidertausch, der vom Sowas e.V. (ehemalige Domstraße 2) organisiert wird. Jeder kann Klamotten mitbringen, die einem entweder nicht mehr passen oder nicht mehr gefallen und sie gegen Klamotten der anderen Besucher eintauschen. Eine schöne Gelegenheit, neue Klamotten zu finden und bei Kaffee und Kuchen ein bisschen zu quatschen. Eine weitere Möglichkeit sind Onlinesecondhandshops oder Plattformen wie Kleiderkreisel, wo man günstig Klamotten kaufen oder tauschen kann.

  1. Haushaltsmittel selbst machen

Aggressive chemische Reiniger und einen Schrank voll Putzmittel in Plastikflaschen braucht eigentlich niemand. Beim Putzen mit einfachen Hausmitteln sparst du nicht nur eine Menge Plastikmüll und Chemie, sondern auch Geld. Denn Putzmittel sind teuer und wir Studenten schwimmen ja bekanntlich nicht im Geld! Aus einfachen, billigen Hausmitteln wie Essig, Soda, Natron, Kernseife und Zitronensäure könnt ihr euch eure Putzmittel ganz einfach selbst zusammenmischen und die ganze WG oder eure Zimmer damit sauberschrubben. Und nicht nur Putzmittel, sondern auch Zahnpasta, Waschmittel und Körperpflege kann man selbst herstellen. Rezepte für Do it Yourself-Produkte findet ihr hier.

  1. Mitfahrgelegenheiten und Öffis benutzen

Dass Autoabgase schädlich für die Umwelt sind, ist uns allen bekannt. Deswegen ist es sinnvoll, unser Studententicket voll auszunutzen und die öffentlichen Verkehrsmittel zur Anfahrt an die Hochschule zu nutzen. Die Verbindungen von Leipzig nach Merseburg sind zwar manchmal etwas zeitaufwendig, doch auch mit dem Auto kann es dauern, wenn man mal wieder im Berufsverkehr feststeckt. Wenn die Verbindung dann doch mal blöd ist oder man schwer schleppen muss, kann man sich eine Mitfahrgelegenheit suchen. In der Facebookgruppe „Leipzig Merseburg Pendler“ findet man Fahrten aus verschiedenen Ecken von Leipzig zur Hochschule für 2€ pro Fahrt. Wer nah an der Hochschule wohnt oder sehr motiviert ist, kann natürlich auch zum Fahrrad greifen.

  1. Reparieren statt wegschmeißen

Wenn der Laptop, der Drucker, das Fahrrad oder auch Klamotten mal kaputt gehen, muss man sie nicht immer gleich wegschmeißen oder neu kaufen. In Repair Cafes helfen Handwerker und fachkundige Helfer, kaputte Gerätschaften wieder instand zu setzen. Jeder kann sein Wissen einbringen und lernt dabei noch neue Menschen kennen. Repair Cafes findet ihr zum Beispiel in Halle in der Evangelisch-methodistische Kirche in der Schulstraße 9a oder in Leipzig im Café kaputt in der Merseburger Straße 102 im Hinterhaus. Wenn ihr eure noch funktionstüchtigen Geräte nicht mehr braucht, könnt ihr sie auch über ebay Kleinanzeigen oder an BackMarket verkaufen, dann freuen sich andere Menschen darüber.

  1. Papier sparen

In Deutschland verbraucht jeder Mensch im Durchschnitt 241,7 Kilogramm Papier im Jahr. Das ist mehr als in jedem anderen Industrie- und Schwellenland der G20. Deswegen sollten wir alle über unseren Papierverbrauch nachdenken. Es muss nicht immer alles gedruckt werden, manchmal reicht auch die digitale Form. Wenn man z.B. trotzdem ein gedrucktes Buch lesen möchte, kann es vielleicht bei einem Freund oder in der Hochschulbibliothek ausgeliehen werden. Außerdem gibt es natürlich die Möglichkeit, Bücher gebraucht zu kaufen, zum Beispiel bei www.medimops.de ober bei ebay.

  1. Nachhaltig googeln

Ecosia ist, genau wie Google, eine Internetsuchmaschine, wobei Ecosia für jede Suchanfrage etwa 0,5 Cent an Baumpflanzprojekte spendet. Damit hat das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 2010 schon 66 Millionen Bäume gepflanzt und trägt somit aktiv zum Klimaschutz bei.

  1. Plastik und Verpackungsmüll vermeiden #wenigerwaste

In vielen Städten, wie auch in
Halle und Leipzig, gibt es schon sogenannte Unverpackt-Läden. Das sind Einzelhandelsgeschäfte die das gesamte Sortiment
unverpackt, also ohne Plastikverpackung etc. anbieten.

Unverpackt-Läden in Leipzig:

  • „Einfach Unverpackt“ in der Kochstr.6
  • „Lieber Lose“ in der Zschochersche Straße/Ecke Weißenfelser Straße

Unverpackt-Läden in Halle:

„Abgefüllt“ in der Kardinal-Albrecht-Str. 36

Doch auch wenn es einen solchen Laden noch nicht in der Nähe gibt, kann man beim Einkaufen in einem gewöhnlichen Supermarkt auf die Menge an Verpackungen achten, indem man seine eigene Einkaufstasche mitbringt und Obst und Gemüse in Verpackungsnetzen transportiert, anstatt in Plastiktüten. Und: In vielen Cafés und auch hier in der Merseburger Hochschule können To-Go-Getränke in mitgebrachte Becher abgefüllt werden.

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