Blick über den Tellerrand

Studieren in Finnland: mit ERASMUS+ an der University of Lapland

Studieren in Finnland: mit ERASMUS+ an der University of Lapland

Blick über den Tellerrand 8. Dezember 2017 at 8:44 0 comments

Anna Gumbert studierte von Januar bis Mai 2017 im Rahmen des Programmes ERASMUS+ in Finnland und berichtet über eisiger Kälte und das Studium im weltbesten Bildungssystem. Von Anna Gumbert Ich habe mich für Rovaniemi (Finnland) als Ort meines Austauschsemesters entschieden, weil ich Skandinavien schon immer interessant fand. Belgien, Tschechien, usw. haben mich nicht ganz so gereizt, weil diese Länder sich nicht allzu sehr von Deutschland unterscheiden. Ich hatte Lust auf etwas völlig anderes und deswegen fiel meine Wahl schnell auf Finnland. Rovaniemi Rovaniemi an sich ist klein und ein bisschen verschlafen, aber man kann sich schnell orientieren. Es gibt einige Einkaufsläden, eine Hand voll Pubs und auch ein paar Nightclubs. Ein Einkaufscenter und Restaurants, die allerdings auch ein bisschen teurer sind, wie fast alles. Empfehlenswert für den Elternbesuch ist das Arktikum, ein Museum in der Innenstadt, in dem man allerhand über das Leben am Polarkreis lernt. Wohnen Äußerst empfehlenswert ist es, sich ein Apartment in Kuntotie zu nehmen. Kuntotie ist eine Art Wohnheim bestehend aus mehrerern Wohnhäusern, in denen hauptsächlich Austauschstudenten untergebracht werden. Kuntotie liegtRead More

Fünf Monate Estland – Erasmus-Semester an der Viljandi Culture Academy

Fünf Monate Estland – Erasmus-Semester an der Viljandi Culture Academy

Blick über den Tellerrand 30. Januar 2017 at 17:41 0 comments

Unsere Rubrik „@HOME in aller Welt“ führt Sie in dieser Ausgabe nach Estland. KMP-Studentin Jenny Pohle berichtet von ihrem spannenden Auslandssemester in dem kleinen baltischen Land. Vereiste Straßen, kleine eingeschneite Holzhäuser, Ruhe. So präsentierte sich mir der Ort Viljandi, als ich ihn im Februar 2016 zum ersten Mal betrat. Hier sollte ich also für fünf Monate studieren und leben. Was das hieß, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht so wirklich klar. Ich wusste nicht viel über Estland, als ich mich entschieden habe, dort mein Erasmus Semester zu verbringen. Als ich mich in meinem ersten Semester der Kultur- und Medienpädagogik mit der Frage auseinandersetzte, wo ich ein Auslands-semester machen wollte, reizte mich an Estland nicht vorrangig das Interesse am Land, sondern am Studienangebot der Viljandi Culture Academy, welche ein College der University of Tartu ist. Hier findet man kulturelle Bildung in den verschiedensten Facetten. Von Tanz und Musik, über Kulturmanagement bis hin zu traditionellen Handwerken – die Möglichkeiten für Studenten sind wirklich zahlreich. Diese Vielfalt faszinierte mich und ich hatte das Gefühl, dass die dortRead More

Eindrücke von Auschwitz

Eindrücke von Auschwitz

Blick über den Tellerrand 22. Juni 2016 at 9:54 0 comments

Studierende des Studiengangs Angewandte Medien- und Kulturwissenschaft haben die Diskussion um die Günter-Adolphi-Straße zum Anlass genommen, verschiedene Stationen in Adolphis Leben genauer zu untersuchen. Für ihre Recherchen zu dessen Tätigkeit bei der IG Farben in Auschwitz Monowitz besuchten sie im Rahmen einer Exkursion gemeinsam mit Prof. Alfred Frei das Vernichtungslager aber auch die Wohnsiedlung und das Chemiewerk im heutigen Oświęcim. Nancy Stalp hat die Eindrücke zusammengefasst. Die zweite Dezemberwoche im vergangenen Jahr war kalt und grau. Die Mehrzahl der Studierenden stand das erste Mal vor dem großen Eingangstor mit der Inschrift: „Arbeit macht frei“ im ehemaligen Stammlager – Auschwitz I. Wir standen neben den roten Backsteingebäuden, die mit Blocknummern versehen waren. Wir standen mit Entsetzen vor der Schwarzen Wand, wo Häftlinge kaltblütig und skrupellos erschossen wurden. Wir sahen die kilometerlangen Hochspannungszäune mit Stacheldraht, die das Entkommen verhinderte. Wir sahen die Ansammlung abertausender Brillen der Ermordeten. In einem weiteren Raum lagerten tonnenweise Haarbüschel in den Vitrinen, in einer anderen tausende Paar Schuhe – auch kleine Kinderschuhe, sowie Berge leerer Koffer der ermordeten Männer, Frauen und Kinder.Read More

Von Westafrika an die Hochschule Merseburg

Von Westafrika an die Hochschule Merseburg

Blick über den Tellerrand 1. Februar 2016 at 14:08 0 comments

Hallo,ich bin Noël Kaboré und komme ursprünglich aus Burkina Faso, einem Staat in Westafrika, von der Fläche her etwas kleiner als Deutschland und mit rund 18  Mio. Einwohnern. Ich habe dort viel Schlimmes erlebt, bevor ich im Juli 2008 als Flüchtling nach Deutschland kam. Aber nun habe ich ein neues Leben hier in  meiner neuen Heimat  gefunden. Meine Muttersprache ist Mooré, außerdem spreche ich Französisch. Seit ich in Deutschland lebe, habe ich Deutsch gelernt und  mich ehrenamtlich im Bereich Integration und Bildung engagiert. Ich absolvierte eine Ausbildung als Trainer für Antidiskriminierungsarbeit und erhielt für mein  Engagement eine Auszeichnung vom Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts.Das war für mich eine ganz besondere Anerkennung für mein Bestreben, der Gesellschaft etwas zu geben. Im Jahr 2012 qualifizierte ich mich zum Trainer für interkulturelle Öffnung der Verwaltung. Bereits seit 2010 war ich viel unterwegs und leitete Seminare, Fortbildungen und Workshops für unterschiedliche  Zielgruppen verschiedenen Alters. Um diese Arbeit noch professioneller machen zu können, habe ich mir gewünscht, irgendwann einmal zustudieren.Aber wie? Bei meiner Arbeit lernte ich viele Menschen kennen, die an der HochschuleRead More

Studienreise zur Echo Echo Dance Theatre Company, Derry / Irland

Studienreise zur Echo Echo Dance Theatre Company, Derry / Irland

Blick über den Tellerrand 1. Oktober 2015 at 14:21 0 comments

Es gibt immer wieder mutige Studierende, die neue Felder und Arbeitsbereiche für sich auftun. Diese Studienreise ist nur deshalb überhaupt möglich geworden: Bereits vor zwölf Jahren gab es die  rsten Verbindungen unserer Hochschule zur Echo Echo Dance Theatre Company. Eine KMP-Studentin hatte sich dort eigenständig  ihr Praktikum gesucht und wurde dabei von Imbke Meyer- Kußmann betreut. Im Laufe der Jahre erlebten dann noch vier weitere tanzbegeisterte Studentinnen ihre Praxisphase in der Company. Um diesen Kontakt auch auf institutioneller Ebene zu  pflegen, machte sich in diesem Sommersemester eine Seminargruppe, bestehend aus Studierenden der Sozialen Arbeit und der Kulturund Medienpädagogik, auf den Weg nach Norden. Am 9.  Juni trafen sich zwölf Studierende mit der Dozentin Skadi Gleß am Flughafen in Berlin, um nach Dublin zu fliegen. Wir waren alle sehr gespannt, was uns wohl auf der Grünen Insel erwarten  würde. Dort angekommen, verbrachten wir die erste  Nacht in Dublin. Schon allein diese belebte Stadt war die Reise wert. Gerade nachts ist dort so viel Leben auf der Straße, und in den Pubs sind  Livebands und gutes Bier. Read More

Studieren in Fernost Teil 1: Ankommen in Hong Kong

Blick über den Tellerrand 18. Juni 2015 at 9:14 0 comments

Zwei CUI-Studentinnen aus Merseburg, Theresa Sent und Antje Ruppach, studieren für ein halbes Jahr in Hongkong. An dieser Stelle berichten sie regelmäßig über ihre Erlebnisse. Hier die erste Nachricht aus Fernost:  Hallo in die Heimat! Wir zwei sind gut in China gelandet, genauer gesagt in Hong Kong, der Speziellen Administrativen Region (SAR) der Volksrepublik China. Wie es dazu kam? Gegen Ende des Studiums rücken viele neue Fragen in den Vordergrund: Das Wunsch-Fachgebiet hat man ja bereits gewählt. Doch … wo genau will man eigentlich in Zukunft arbeiten? In der Forschung, in der Routine-Industrie oder in der Lehre? Welche Firma, welche Universität oder welches Institut wäre die beste Wahl?  Und wie gern würde man später einmal im Ausland arbeiten? Oder sollte man vielleicht alles einmal ausprobiert haben, um einen realistischen Überblick zu haben? In unserem Fall war die Antwort klar. Unsere Optionen selbst erleben, bevor wir uns festlegen. Wir waren bereits Tutoren, Werksstudenten und hilfswissenschaftliche Mitarbeiter im Laufe des Studiums. So hatten wir bereits einen breiten Einblick in die Arbeitswelt erhalten. Was noch fehlte, war dieRead More