Wir sind die 24-Stunden- Bibliothek (Von Julia Forchheim)

Seit fast 10 Jahren ist Dr. Frank Baumann Direktor der Hochschulbibliothek. In dieser Zeit hat sich in Sachen Digitalisierung viel getan. Julia Forchheim hat ihn für @HOME interviewt.

Dr. Frank Baumann (Foto: Vincent Grätsch)

Was zeichnet eine „Digitale Bibliothek“ aus? 
Die Bibliothek bleibt trotz Digitalisierung nach wie vor ein Ort der Wissensspeicherung. Früher analog, jetzt ergänzt durch digitale Angebote. Wir verstehen unter „Digitale Bibliothek“ die Sammlung von E-Medien, also die elektronischen Medien, E-Books und E-Journals. Auf der Hochschulwebsite sind diese unter „Zentrale Einrichtungen“ – „Hochschulbibliothek“ – „Digitale Bibliothek“ zu finden. Hier kann der Nutzer E-Books und E-Zeitschriften über den OPAC, die Elektronische Zeitschriftenbibliothek, über Verlagslinks und über bibliografische Datenbanken  recherchieren. Wir merken, dass dieses Angebot an der Hochschule noch nicht sehr bekannt ist. Deshalb freuen wir uns natürlich über ein wachsendes Interesse.

Was wird geleistet, um eine „24-h-Bibliothek“ zu sein?
Im Gegensatz zu den Printmedien  ist das Angebot der Digitalen Bibliothek  24 Stunden täglich verfügbar. In der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek  erfolgt die Recherche nur nach Zeitschriftentitel. Die Zugangsrechte der einzelnen Titel werden dem Nutzer über ein Ampelprinzip angezeigt: Grün bedeutet frei zugänglich, gelb heißt Zugang nur für die HS Merseburg und rot leider ohne Zugriff.  Thematisch recherchieren kann man über den Verlagslink, zum Beispiel den „Springerlink“. Hier wird der Suchbegriff eingegeben und das Häkchen bei „Include Preview-Only Content“ entfernt. Daraufhin werden nur diejenigen Zeitschriften angezeigt, die als Volltext in unserer Digitalen Bibliothek verfügbar sind. Damit können wir die gesamte Bandbreite des Springer-Verlags abrufen. Der Vorteil ist die Möglichkeit der thematischen Recherche. Weitere Verlagsangebote unserer Digitalen Bibliothek sind z.B. De Gruyter oder auch die American Chemical Society speziell für die Naturwissenschaftler. Zudem stehen unseren Nutzern zahlreiche bibliografische Datenbanken zur Verfügung. Zum Beispiel für die Ingenieure die Scopus-Datenbank, die IEEE_Datenbank oder die WTI, für die Wirtschaftswissenschaftler die Business Source Premier- oder die Econlit-Ebsco-Datenbanken und für die Sozialwissenschaftler zum Beispiel die WISO und die Psycarticle. Auch verfügt die Hochschule Merseburg eine Lizenz zu der Juris-Datenbank. Durch VPN hat jeder Hochschulangehörige Zugriff darauf. Genau das ist es, was wir unter der sogenannten 24-h-Bibliothek verstehen.
Wie können diese Möglichkeiten von Hochschulangehörigen am besten / schnellsten genutzt werden?
Auf der Hochschulbibliothekswebseite „Digitale Bibliothek“ sind alle bibliografischen Quellen noch einmal zusammengefasst. Dort findet man eine Übersicht und den Zugang aller Medien, in denen von zu Hause aus über VPN recherchiert werden kann. Die Medien können durchgehend 24 Stunden eingesehen werden, ganz unabhängig von den Öffnungszeiten. Unter anderem verfügen wir über umfangreiche bibliographische Datenbanken, in denen ebenso 24 Stunden lang recherchiert werden kann. Besonders für Master- oder Bachelorarbeiten ist das sehr vorteilhaft. Die besten Ideen kommen einigen bekanntlich eher nachts.


Zur Erläuterung: VPN steht für Virtual Private Network und ermöglicht die Nutzung der Digitalen Bibliothek außerhalb des Hochschulnetzwerkes. Detaillierte Informationen bietet die Hochschulwebsite unter „Bibliothekszugang außerhalb HOME. Dort gibt es eine ausführliche Installationsanleitung sowie Ansprechpartner des Rechenzentrums zu finden. Diese stehen bei Fragen helfend zur Seite, wenn es einmal nicht funktioniert. Für einen VPN-Zugang von zu Hause muss einmalig eine Software auf dem heimischen PC installiert werden. Nach dem erfolgreichen Log-In kann die Recherche beginnen.

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