Fachtagung zur Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im Themenbereich Sexualität

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Rund 180 Vertreter*innen von sozialen Einrichten in Sachsen-Anhalt, aber auch Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an der Fachtagung „Arbeit im Themenbereich Sexualität mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten im Rahmen der Hilfe zur Erziehung“ teil, die am 6. und 7. März an der Hochschule Merseburg stattfand. Kooperationspartner waren das  Landesjugendamt / Familie und Frauen und der BAG KJSGV e. V. Auf dem Programm standen neben rechtlichen Aspekten bei der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten
auch Trauma- und Biografiearbeit, sexualpädagogische Konzepte und Grundlagen  sexueller Bildung sowie zahlreiche  weitere Themen. Hintergrund der Veranstaltung ist, dass die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten wächst. Sie fliehen u. a. aus kriegszerrütteten Ländern wie Syrien, Somalia und Afghanistan, andere aus Diktaturen wie Eritrea oder sie verlassen
ihre Heimat aus anderen Gründen. Sowohl die Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen und Jugendämtern als auch die Jugendlichen selbst stehen vor besonderen Herausforderungen wie Sprachbarrieren, Bildungsstand, interkulturelle Verstehen. Viele der Jugendlichen sind zudem durch Erfahrungen vor und während der Flucht traumatisiert. Und es handelt sich um
Jugendliche, die eine ohnehin bewegte Lebensphase – die Zeit zwischen Pubertät und Erwachsenwerden – bewältigen müssen. Neben der komplexen rechtlichen Situation, der interdisziplinären thematischen Bearbeitung des Themas und der Befassung mit Traumata wurden bei der Fachtagung auch Möglichkeiten zum Umgang mit solchen Jugendlichen behandelt, die eine delinquente
Verhaltensproblematik zeigen. Ein  abwechslungsreiches Programm also, das Informationen, Analysen und Interpretationen zu historischen und aktuellen Aspekten rund um das Thema Familie  im speziellen Kontext Hochschule sowie regional und gesamtgesellschaftlich präsentierte.

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