Wohnort- und Praxisnähe – Warum sich Studieninteressierte für Merseburg entscheiden

René Angelstein ist seit September 2007 Dezernent für Akademische Angelegenheiten an der Hochschule Merseburg. Mit seinem Team von neun Mitarbeitern/-innen ist er für die Sachbearbeitung in Prüfungsangelegenheiten/Prüfungsamt, die Allgemeine Studienberatung, die Sachbearbeitung im Studentensekretariat sowie für Grundsatzfragen in den genannten Bereichen zuständig. Außerdem gehören auch die Mitkoordination des Qualitätsmanagements, die Bearbeitung und Verbescheidung von Rechtsmitteln im Kontext von Studium und Lehre zu seinem Aufgabenbereich. @HOME wollte wissen, welche Faktoren bei der Entscheidung für ein Studium in Merseburg von Bedeutung sind.

››Seit acht Jahren führt Ihr Dezernat die Befragungen bei Studienbewerbern/-innen durch. Welche Faktoren sind wie wichtigsten bei der Entscheidung für ein Studium in Merseburg?

‹‹Bei vielen ist die Wohnortnähe der wichtigste Faktor für die Wahl des Studienortes. Außerdem geben die Befragten an, dass ihnen die Praxisnähe wichtig ist. Darüber hinaus ist das Profil der Studiengänge in Merseburg wie auch die gute Ausstattung der Hochschule von großer Bedeutung.“

››Wie werden die Studieninteressierten auf Merseburg aufmerksam und wie und wo informieren sie sich?

‹‹Viele folgen der Empfehlung von Eltern oder Freunden und informieren sich über die Hochschule Merseburg. Auch das Internet ist eine wichtige Informationsquelle. Auf allgemeinen Studieninformationsseiten werden die Interessierten auf die Hochschule Merseburg aufmerksam und natürlich informieren sie sich auf unserer HoMe-Page. An vierter Stelle bezüglich der Häufigkeit der Nennung steht die Empfehlung von Studierenden und an fünfter Stelle der Hochschulinformationstag mit seinen Angeboten. Dieser hat in seiner Bedeutung für die Orientierung stark aufgeholt. Inzwischen geben über 13% der neuen Studierenden an, dass sie über den HIT auf die Hochschule aufmerksam geworden sind.

››Können Sie sagen, was die Gründe sind, wenn sich Interessierte schließlich doch nicht für Merseburg entscheiden?

‹‹Generell ist es heute so, dass sich die Studieninteressierten bei mehreren Hochschulen und Universitäten bewerben. Dies gilt auch für die zulassungsfreien Studiengänge. Rund 20% bewerben sich an mehr als neun (!) verschiedenen Einrichtungen, vermutlich um sich möglichst viele Wege offenzuhalten. Die letztendliche Entscheidung für eine Hochschule und womöglich gegen acht andere Hochschulen fällt später. In diesem Kontext werden dann Gründe wie die geografische Entfernung oder auch die Zusage einer anderen Hochschule entscheidend für die Annahme oder Ablehnung eines Studienplatzes.

››Die Studierenden bewerben sich also „vorsichtshalber“ bei etlichen Einrichtungen. Wann fällt dann die Entscheidung?

‹‹Nach den vorliegenden Daten aus den Immatrikulations- und Bewerberbefragungen wird die Entscheidung in den letzten drei Monaten vor der Einschreibung getroffen. Der Beginn der – sagen wir mal – Informationsphase ist etwa ein dreiviertel Jahr vor der Einschreibung. Ein halbes Jahr vorher ist die Bewerbungszeit und danach kommt die Phase der Entscheidung. Individuelle Unterschiede gibt es da natürlich auch, aber im Großen und Ganzen sind die Phasen so verteilt.

››Letzte Frage: Wie belastbar sind Ihre Umfrageergebnisse?

‹‹Bei der Imma-Befragung haben wir ein Rücklaufquote von durchschnittlich über 90%, das ist sensationell und die Ergebnisse dementsprechend zuverlässig. Bei der Bewerberbefragung locken wir die Befragten mit kleinen Gewinnen, um die Rücklaufquoten zu erhöhen. Auch hier sind die Quoten angesichts des Umstandes, dass es sich um Befragte handelt, welche einen Studienplatz an der Hochschule Merseburg erhalten haben, diesen aber nicht annehmen wollen und somit auch keinen Berührungspunkt mehr mit der Hochschule Merseburg haben, als gut zu bezeichnen, so dass auch diese Daten interessante Informationsquellen, bspw. für mögliche Marketingaktivitäten, zur Verfügung stellen.

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