Studienreise zur Echo Echo Dance Theatre Company, Derry / Irland

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Es gibt immer wieder mutige Studierende, die neue Felder und Arbeitsbereiche für sich auftun. Diese Studienreise ist nur deshalb überhaupt möglich geworden: Bereits vor zwölf Jahren gab es die  rsten Verbindungen unserer Hochschule zur Echo Echo Dance Theatre Company. Eine KMP-Studentin hatte sich dort eigenständig  ihr Praktikum gesucht und wurde dabei von Imbke Meyer- Kußmann betreut. Im Laufe der Jahre erlebten dann noch vier weitere tanzbegeisterte Studentinnen ihre Praxisphase in der Company. Um diesen Kontakt auch auf institutioneller Ebene zu  pflegen, machte sich in diesem Sommersemester eine Seminargruppe, bestehend aus Studierenden der Sozialen Arbeit und der Kulturund Medienpädagogik, auf den Weg nach Norden. Am 9.  Juni trafen sich zwölf Studierende mit der Dozentin Skadi Gleß am Flughafen in Berlin, um nach Dublin zu fliegen. Wir waren alle sehr gespannt, was uns wohl auf der Grünen Insel erwarten  würde. Dort angekommen, verbrachten wir die erste  Nacht in Dublin. Schon allein diese belebte Stadt war die Reise wert. Gerade nachts ist dort so viel Leben auf der Straße, und in den Pubs sind  Livebands und gutes Bier.  Leicht übermüdet fuhren wir dann am nächsten Tag mit dem Bus durch die wunderschöne Landschaft nach Derry, unserem Reiseziel. Am dritten Tag lernten wir nun  endlich Steve Batts kennen, den Künstlerischen Leiter der Echo Echo Dance Theatre Company, der uns im Gespräch einen Einblick in die Arbeit der Company gab und uns das Studio, die Büros  und die Bühne zeigte. In einem ersten Tanztraining lernten wir die Ensemblemitglieder kennen und auf eine sehr überzeugende und leidenschaftliche Art und Weise brachte uns Steve seine Haltung und sein Verständnis von Tanz näher. Im Generellen vertritt die Company die Meinung, dass jeder Mensch tanzen kann und dass es beim Tanzen nicht darum  geht, einer bestimmten Choreografie zu folgen, sondern sich mit und in seinem Körper wohl zu fühlen und zu zeigen, was dieser ausdrücken kann. Steve beschrieb dies gerne mit den Worten „The poesy of movement“. Konkret erhielten wir eine Einführung in die Tanzform Kontaktimprovisation. Hierbei bewegt man sich gemeinsam mit einem anderen Tänzer frei und harmonisch, hat mehr oder weniger die  gesamte Zeit Körperkontakt, jedoch sind dies immer wieder  andere Körperteile. Mal Hand mit Kopf, mal Fuß und Bauch. Wenn man mal nicht verkopft denkt, sondern seinen Körper frei lässt,  machen die Bewegungen auch automatisch Sinn. Es ist wie bei einer Melodie. Es mag verrückt klingen – für uns alle war es eine bereichernde Erfahrung. Anschließend machten wir als gesamte  Gruppe einen Ausflug ans Meer zum Caustway Caust und den Giants, die zum UNESCOWeltkulturerbe gehören. Nebenbei beschäftigten wir uns ein wenig mit der Geschichte Nordirlands, die  durch die vielen  Konflikte im letzten Jahrhundert auch ihre Schattenseiten hat. Am nächsten Morgen bekamen wir eine private Führung im Playhouse, einem soziokulturellen Haus der Kunst,  des Theaters und der Kreativität, in dem auch die Echo Echo Dance Theatre Company anfangs ihren Sitz hatte. Im Anschluss gab es weitere zwei Stunden Tanzunterricht. Am letzten Tag bei der Company hatten wirdie Möglichkeit, uns eine Show von Echo Echo anzusehen und im Anschluss wiederselbst zu tanzen. Das Stück war für Kinder ab vier Jahren – sehr lustig und inspirierend. Zum Abschluss bedankten wir uns mit leckerem Appelcrumble und einem musikalischen Beitrag für die tolle Zeit in Derry und für die erfolgreiche Partnerschaft zu unserer Hochschule. Am 14.  Juni fuhren wir zurück nach Deutschland – die Erinnerungen schwingen immer noch in uns weiter und erfreuen uns. Das allerbeste ist, dass Steve von unserer Dozentin Skadi Gleß eingeladen  wird, um einen Workshop hier vor Ort zu geben und damit die Verbindung zu unserem Fachbereich weiter zu pflegen. Dies wird von unserer Erasmus-Koordinatorin Imbke Meyer-Kußmann  finanziell unterstützt. Wir sind uns sehr sicher, dass auch in Zukunft Studierende unserer Hochschule ihr Praktikum in der Echo Echo Dance Theatre Company verbringen werden. Es lohnt sich auf jeden Fall!

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