Studieren in Fernost Teil 1: Ankommen in Hong Kong

Zwei CUI-Studentinnen aus Merseburg, Theresa Sent und Antje Ruppach, studieren für ein halbes Jahr in Hongkong. An dieser Stelle berichten sie regelmäßig über ihre Erlebnisse. Hier die erste Nachricht aus Fernost:  
Hallo in die Heimat! Wir zwei sind gut in China gelandet, genauer gesagt in Hong Kong, der Speziellen Administrativen Region (SAR) der Volksrepublik China. Wie es dazu kam? Gegen Ende des Studiums rücken viele neue Fragen in den Vordergrund: Das Wunsch-Fachgebiet hat man ja bereits gewählt. Doch … wo genau will man eigentlich in Zukunft arbeiten? In der Forschung, in der Routine-Industrie oder in der Lehre? Welche Firma, welche Universität oder welches Institut wäre die beste Wahl?  Und wie gern würde man später einmal im Ausland arbeiten? Oder sollte man vielleicht alles einmal ausprobiert haben, um einen realistischen Überblick zu haben? In unserem Fall war die Antwort klar. Unsere Optionen selbst erleben, bevor wir uns festlegen. Wir waren bereits Tutoren, Werksstudenten und hilfswissenschaftliche Mitarbeiter im Laufe des Studiums. So hatten wir bereits einen breiten Einblick in die Arbeitswelt erhalten. Was noch fehlte, war die Auslandserfahrung. Dann berichtete letztes Jahr Prof. Reinhard Renneberg in einer Gastvorlesung an der Hochschule Merseburg begeistert von seiner Universität am Chinesischen Meer, der Hong Kong University of Science and Technology (HKUST). Er selbst ist Merseburger und seit 1995 Professor für Analytische Biotechnologie in Hong Kong. Da stand die Entscheidung für uns fest: Hong Kong sollte es sein! Nach ein paar Mails, einem Skype-Interview mit unserer zukünftigen Arbeitsgruppe, einer schnellen Zusage seitens der Universität und einer zweimonatigen Phase für Visum und Registrierung konnten wir unsere Koffer packen. Die 13 Stunden Flug vergingen wie im Fluge … Mittlerweile sind wir seit fünf Tagen in Hong Kong und bereits sehr glücklich über unsere Entscheidung. Direkt am ersten Tag wurden wir zu einem traditionellen Willkommens-Mittagessen eingeladen. Alle waren da: Prof. Renneberg als Gastgeber und unsere chinesischen Mitstudenten. Wir stellten fest: prima Kommunikation auf Englisch. Die ersten Tipps gab es auch gleich: richtig mit Stäbchen essen, die Glasplatte aufmerksam zum Hungrige  drehen, auf Chinesisch bestellen und vieles mehr. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. Auch kulinarisch gab es so einiges zu erleben: neben einer knusprigen Pekingente standen verschiedenste weitere asiatische Gerichte auf dem Speiseplan. Auch die berühmten Hühner-Füße! Wir haben mutig daran geknabbert und festgestellt: essbar! Je mehr wir von der Universität kennenlernen, desto stärker kommt das Gefühl auf: dieser Campus ist eine eigenständige kleine Stadt mit 10.000 Studenten. Labore, Lehrräume und Studentenzimmer haben wir natürlich erwartet, aber man kann hier alles finden, was das Herzbegehrt: gratis Sport-Möglichkeiten mit Schwimmhalle, Freiluft-Swimmingpool, Squashhalle und Tennisplätzen, einen Supermarkt, drei konkurrierende Banken und eine Buchhandlung. Da man hier fast ständig isst, gibt es auch drei Restaurants zusätzlich zu den günstigen Mensen und die Filiale einer bekannten Kaffeespezialitätenkette. Im starken Gegensatz zur großzügig gestalteten Universität steht der Wohnraum in Hong Kong. K rz gesagt: Wucherpreise! Für unsere etwa 3,5 m²-Zimmer in guter Lage in einer Fünfer-WG zahlen wir jeweils 4.200 Hong Kong Dollar, das sind 500 Euro pro Monat. Wie ist Merseburg doch preiswert! Aber es gibt hier so viele Möglichkeiten sich anderweitig zu beschäftigen, dass man die winzigen Zimmer zumeist eh nur zum Schlafen aufsucht. Nächste Woche kommt der zweite Bericht aus Fern-Ost nach Deutschland Ost. Bis dahin liebe Grüsse in die Heimat von den Neu-Chinesen Antje und Theresa magazin.hs-merseburg.de

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