Antonia Andrae

von Lisa Kalmar und Antonia Andrae 

Drei Regeln, eine/n Tänzer/in und viel Mut. Mehr braucht es nicht, um an einem urbanen Projekt in Leipzig teilzunehmen. Dieses nennt sich „Moving Cells“ und beschreibt sich als Festival für Performance, Tanz und Bewegung in der Stadt. Geplant und durchgeführt wird das Projekt von dem Verein „LEIPZIG TANZT e.V.“ mit Jonathan Kolski als Vorsitzenden.

Im letzten Jahr (Juni 2015) fand „Moving Cells“ zum ersten Mal als 3-tägiges Tanzfestival an verschiedenen Orten in Leipzig statt. Verschiedene Akteure haben Workshops geleitet, Performances aufgeführt oder Konzerte gespielt. Leider hat sich der Aufwand nicht rentiert und letztendlich kamen nicht genügend Gelder zusammen, um das Festival in dieser Art und Weise weiterzuführen. Dennoch gab es ausreichend Potenzial, um an dieser Idee anzuknüpfen

So hat sich in diesem Jahr die Form des Projektes geändert. Ziel von „Moving Cells“ ist es, eine neue, tänzerische Kartographie von Leipzig zu erstellen. Dafür hat Johannes Setzer das Format ORIGO ins Leben gerufen, eine Kombination aus Film-Tanz-Spiel. Jeder, der mitmachen möchte, kann ein Video von sich aufnehmen, in welchem er an einem öffentlichen Ort in Leipzig frei tanzt. Dabei ist die dazugehörige Musik nur von dem/der Tänzer/in zu hören, der Zuschauer kann das Lied oder auch andere Musik selbstständig dazu abspielen.

Es gibt drei Regeln, die zu beachten sind: „1. nur ein Take, 2. ein ausschließlich-für-den-Performer-Audio-bereitstellendes Gerät und 3. das entstandene Video mit dir und allen, die Origo mit dir spielen wollen, teilen.“

So findet man auf der Website bereits eine große „Moving Map“, wo alle Orte gekennzeichnet sind, an denen bereits getanzt und dazu ein Video aufgenommen wurde.

Jeder kann mitmachen, sich ausprobieren und andere Menschen daran teilhaben lassen. Was hier verbindet, sind Tanz und Musik.

Hier ein kleiner Vorgeschmack! Einfach die eigene Musik abspielen und das Video anschauen.

Origo #TanzZenit, tanzen zu U2 – With or without you, Regina Spektor – The calculation, Al Green Simply beautiful

Origo #5: Jonathan, tanzt zu Hair The Flesh Failures – Let The Sunshine.

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