Annika Theyssen

Das Erasmus-Programm der EU, welches den Antritt eines Auslandssemesters innerhalb von Europa ermöglicht, dürfte fast allen Studierenden bekannt sein. Einige Monate in einem anderen Land studieren, bereichernde neue Erfahrungen sammeln, eine neue Kultur kennenlernen, neue Kontakte knüpfen und vielleicht eine andere Art zu studieren und zu lernen entdecken.

Viele junge Menschen interessieren sich für einen Auslandsaufenthalt, der solche Erfahrungen mit sich bringt, doch vielleicht möchte diesen nicht jeder in sein Studium integrieren. Abgesehen von einem Auslandssemster bietet Erasmus + auch noch andere spannende Möglichkeiten, um Auslandserfahrungen zu sammeln und sich mit Europa auseinanderzusetzen.

Zum Beispiel den Europäische Freiwilligendienst (EFD). In Deutschland ist es heute üblich einen solchen Freiwilligendienst nach dem Schulabschluss zu machen. Doch auch nach einem abgeschlossenen Studium, wenn man noch nicht weiß, wie es weiter geht und wo genau man mit seinem Abschluss hin möchte kann dies eine wertvolle Zeit mit neuen Inspirationen sein.

Ein EFD kann über einen Zeitraum von zwei bis zwölf Monaten gehen und ist weitgehend kostenlos. Europaweit gibt es verschiedene Projekte aus dem Kultur-, Politik-, und Bildungsbereich, die mit unterschiedlichen Zielgruppen wie Kindern und Jugendlichen, älteren Menschen, Obdachlosen oder Menschen mit Behinderung arbeiten. Im Grunde kann hier jeder ein Projekt finden, das zu ihm passt, in dem er seine Fähigkeiten sinnvoll einsetzten und vielleicht auch neue dazugewinnen kann. Manchmal finden sich hier auch Orientierungsanstöße für die weitere berufliche Zukunft.

Der EFD ist eine gute Chance, das Leben in einem anderen Land sehr intensiv kennenzulernen, da man während der Zeit in seinem Projekt sehr selbstständig lebt und in den (Arbeits-)alltag vor Ort integriert ist. Gleichzeitig bringt er die spannende Herausforderung mit sich, sich in einem neuen kulturellen und sozialen Umfeld zurechtzufinden, einzuleben und kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken.

Wer lieber ersteinmal für einen kürzeren Zeitraum auf den Geschmack einer interkulturellen Erfahrung kommen möchte, der kann zum Beispiel an einer Jugendbegegnung teilnehmen.

Hierbei kommen junge Menschen zwischen 13 und 30 aus verschiedenen Ländern für fünf bis 21 Tage zusammen. In einem Zielland trifft man sich, um sich mit einer selbst gewählten Thematik zu befassen, die junge Europäer*innen beschäftigt. Es gibt ein dazu selbst gestaltetes Programm mit Workshops, Diskussionsrunden und verschiedenen Aktivitäten. Zum Beispiel kann es um aktuelle politische Themen gehen. Man kann die Sichtweise anderer junger Menschen kennenlernen und verstehen, was es bedeutet in einer bestimmten Kultur zu leben. Vielleicht auch eine neue Sichtweise auf die eigene Kultur bekommen.

Erasmus +  bietet noch weitere Angebote, darunter auch Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der beruflichen Bildung und Erwachsenenbildung.

Genauere Infos findet ihr unter:

https://www.jugend-in-aktion.de/

http://www.erasmusplus.de/

https://www.go4europe.de/

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